Ausweitung des BMG Global Health Protection Programme

Zum 1. Januar 2019 haben 13 neue bzw. erweiterte Projekte im Rahmen des Global Health Protection Programme des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) begonnen. Die Projekte mit einer Laufzeit von 2 Jahren und einem Gesamtbudget von 10 Millionen EUR werden Public Health Institutionen in Partnerländern und die Weltgesundheitsorganisation bei der Verbesserung des internationalen Gesundheitsschutzes unterstützen.

25.01.2019

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat zum 1. Januar 2019 das seit 2016 bestehende Global Health Protection Programme (GHPP) um 13 neue Projekte erweitert. Vier dieser neuen Projekte unterstützen Überwachung und Regulierung von Blut, Blutprodukten, Arzneimitteln und Impfstoffen und werden vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und Paul-Ehrlich-Institut (PEI) koordiniert. Vier weitere Projekte – koordiniert vom Robert Koch-Institut (RKI) und vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) – widmen sich der Verbesserung des globalen Infektionsschutzes und der Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen (AMR), u.a. durch die Stärkung von lokalen Kapazitäten zur Infektionsprävention und -kontrolle, die AMR-Surveillance oder die Stärkung der Diagnostik von Hepatitis- und Rotaviren. Zwei krankheitsspezifische Projekte beschäftigen sich mit Lassafieber – koordiniert vom BNITM – und mit (resistenter) Tuberkulose in Hochinzidenzländern – koordiniert vom Forschungszentrum Borstel – Leibniz Lungenzentrum (FZB). Drei Projekte setzen unmittelbar auf Ebene der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an: ein vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) koordiniertes Projekt zielt darauf, den humanen und den Tiergesundheitsschutz besser zu verknüpfen; die Stärkung internationaler Impfprogramme durch stärker evidenzbasierte Entscheidungsprozesse steht im Fokus eines vom RKI koordinierten Projektes; in einem weiteren vom RKI koordinierten Projekt soll zusammen mit dem Global Alert and Response Network (GOARN) der WHO ein neues „Leadership-Training für Auslandseinsätze“ entwickelt werden. Die neuen und erweiterten Maßnahmen knüpfen an die bestehende, in den vergangenen Jahren erfolgreich etablierte Zusammenarbeit mit Public Health Institutionen vor Ort an. Geografischer Schwerpunkt der neuen GHPP-Projekte ist Afrika südlich der Sahara; es sind aber auch zentral- und südostasiatische Partnerländer vertreten.

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