Internationales Symposium des Global Health Protection Programme 2018

Vom 25. – 26. September 2018 fand das Internationale Symposium des Global Health Protection Programme (GHPP) in Berlin statt. Experten/innen aus 19 Ländern sowie Vertreter/innen deutscher Bundesministerien und Institutionen diskutierten Projektergebnisse und aktuelle Herausforderungen bei der Prävention- und Bekämpfung von Krankheitsausbrüchen.

27.09.2018

Foto: Schönicke-Bou Masour

Foto: Schnartendorff

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Am ersten Tag wurden deutsche Aktivitäten im Bereich der Globalen Gesundheit vorgestellt.  Hierzu gehörten die Globale Gesundheitsstrategie der Bundesregierung, die im Augenblick unter Einbeziehung von nationalen und internationalen Stakeholdern unter Federführung des Bundesministeriums für Gesundheit überarbeitet wird, das Biosicherheitsprogramm des Auswärtigen Amtes, das Gesundheitsprogramm in Asien der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Forschungsinitiativen in Afrika des Bundesministeriums für Erziehung und Forschung und die internationalen Aktivitäten des Friedrich-Löffler-Instituts. Weiterhin wurde die Informationsstelle für Internationale Gesundheitssicherheit vorstellt, die am Robert Koch-Institut angesiedelt ist.

Prof. Colin Masimirembwa vom African Institute for Biomedical Science and Technology (Zimbabwe) wies eindrücklich darauf hin, dass es in vielen afrikanischen Ländern zu wenig Forschungskapazitäten gibt und Gesundheitsforschung und –innovationen nahezu nicht stattfinden. Er plädierte dafür Forschungskapazitätsentwicklung in afrikanischen Ländern langfristig aufzubauen und sicherzustellen, dass Forschungsinfrastruktur und -fragen den lokalen Bedürfnissen angepasst sind, aber auch den internationalen Standards genügen. Dr. Justin In vom International Vaccine Institute in Korea ging auf die gobale Ausbreitung von antimikrobiellen Resistenzen (AMR) und die Bedeutung der Evaluierung den Auftretens von AMR in Asien ein. Dr. Adjaratou Traoré und Dr. Tim Eckmanns berichteten über den AMR-Kapazitätsaufbau am Beispiel von drei Projekten in der Elfenbeinküste, durch die Laborkapazitäten in der Diagnostik aufgebaut werden. Dr. Paul Tanui von der New Partnership for Africa’s Development (NEPAD) Agency (Südafrika), ein Fachgremium der Afrikanischen Union, berichtete über das Mandat des Gremiums für die African Medicine Regulatory Harmonization Initiative (AMRH). Diese Partnerschaft, der u.a. auch die WHO, GAVI, Weltbank und Bill and Melinda Gates Foundation angehören, hat zum Ziel, das fragmentierte regulatorische System der Produktregistrierung in Afrika zu verbessern. Prof. Premawansa vom North Colombo Teaching Hospital (Sri Lanka) berichtet über den Aufbau von Laborkapazitäten für die Diagnostik von High Impact-Pathogenen in Sri Lanka. Dr. Claude Tagny von der Universität Yaounde (Kamerun) gab einen Überblick über den Status der Blutsicherheit auf dem afrikanischen Kontinent. Dr. Ariane Halm (RKI) stellte die Arbeit des Global Outbreak Alert and Response Network (GOARN) vor, eine globale Partnerschaft, die von der WHO koordiniert wird und zum Ziel hat, multi-disziplinäre Unterstützung bei Ausbrüchen von Infektionskrankheiten und anderen Notfällen zu gewährleisten.

Am zweiten Tag stellten die 15 Teilprojekte des GHPP ihre Projektfortschritte vor. Nach der Kurzvorstellung der Projekte mittels eines Vortrages gab es auf einem Marktplatz die Möglichkeit sich anhand von  Postern, Anschauungsmaterialen und interaktive Formaten wie IHR Quiz, Filme, Fotoschaus, Simulation einer epidemiologischen Telefonkonferenz, Demonstration des An- und Ablegens von Persönlicher Schutzausrüstung und Demonstration des Einsatzes von Blasrohren, über die Projektarbeit zu informieren. Mein herzlicher Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GHPP, die den Marktplatz mit viel Kreativität gestaltet haben.

Insgesamt wurde das Ziel des internationalen Symposiums erreicht, relevante Initiativen und Projekte auf deutscher Seite vorzustellen und die Erwartungen und Erfahrungen den Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus den Partnerländern auszutauschen. Es fanden anregende und offene Diskussionen statt, Beziehungen wurden geknüpft und Synergien entdeckt.

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