EFFO bildet zweite TrainerInnen-Kohorte in Ruanda aus

Auf Anfrage der ruandischen Partner wurde eine zweite Kohorte von zehn EFFO-Trainern und Trainerinnen ausgebildet. Anlass war der aktuelle Ebolafieber-Ausbruch in der angrenzenden Provinz Nord-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo).

 

30.11.2018

Eindrücke der zweiten Train-the-Trainer-Veranstaltung in Ruanda

Als direktes Nachbarland wird das Risiko einer Ausbreitung des Ebolavirus nach Ruanda von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als sehr hoch eingestuft. So reisten im November 2018 drei Mitarbeiterinnen des Robert Koch-Instituts sowie ein Kollege des Instituts für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit der Charité Berlin, der Felderfahrung während der Ebolafieber-Epidemie in Westafrika mitbringt, erneut nach Ruanda. Während der ersten Woche wurden in der Hauptstadt Kigali zehn weitere EFFO-Trainer und Trainerinnen ausgebildet, welche in den Grenzregionen zur DR Kongo arbeiten. In der zweiten Woche schulten die neuen Trainer und Trainerinnen dann unter Supervision der RKI-Mitarbeiterinnen in Gisenyi (Distrikt Rubavu, Grenzstadt zu Goma, DR Kongo) 15 Pflegekräfte aus Gesundheitszentren in der direkten Grenzregion.

In Ruanda sind nun 19 EFFO-Trainer und Trainerinnen einsetzbar, die in gemischten Teams (Männer und Frauen) und interprofessionell (ärztliches sowie Pflegepersonal) arbeiten; die Diversität in der Zusammensetzung der Teams erwies sich bislang als überaus erfolgreich und vorteilhaft.

Unter der Federführung des Rwanda Biomedical Centre, dem nationalen Public- Health-Institut Ruandas, sollen die Trainer-Teams nun weitere EFFO-Trainings für Kollegen und Kolleginnen in Gesundheitszentren der Grenzregion durchführen, um sie auf den Ernstfall eines Ausbruchs vorzubereiten. Das EFFO-Projekt wird hierbei weiter unterstützen. Darüber hinaus wird Anfang 2019 eine weitere Simulationsübung an einem Krankenhaus in der Grenzregion zur DR Kongo stattfinden.

Weitere Informationen zur Methode und den Inhalten des Trainings auf www.effo.rki.de.

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