EFFO weitet Engagement in Ruanda aus

Trainings werden intensiviert und um Sofortmaßnahmen ergänzt.

24.09.2019

In Kleingruppen erarbeiten Teilnehmende Schritte beim Management eines Ebolafieber Verdachtsfalls

Aufgrund des andauernden Ausbruchs von Ebolafieber in der Demokratischen Republik Kongo wird das Engagement des EFFO-Projekts (Effizienz durch Fortbildung) in Ruanda weiter intensiviert und um Sofortmaßnahmen ergänzt. Das Team unterstützt die Vorbereitungen auf mögliche Fälle von Ebolafieber in Ruanda bereits seit Mitte 2018 und führt bei medizinischem Personal, das bei der Ausbruchsbekämpfung eine Schlüsselfunktion einnimmt, u.a. Schulungen durch. Ziel der Maßnahmen ist es, dass sich diese adäquat vor einer Ansteckung schützen und eine Weiterverbreitung von Ebolafieber effektiv verhindern können. 

Dank kurzfristig realisierter Unterstützung durch das Bundesministerium für Gesundheit konnten erforderliche Sofortmaßnahmen schnell initiiert werden: Dringend benötigte Schulungen für medizinisches Personal in privaten Gesundheitseinrichtungen in besonders gefährdeten Distrikten haben bereits begonnen. TrainerInnen aus Ruanda und Deutschland führen diese Trainings in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheitsbehörden in Ruanda durch.

Zwischen Juli und Dezember 2019 können im Rahmen des EFFO-Projekts so ca. 600 ÄrztInnen und Pflegekräfte zusätzlich geschult werden. Inhaltliche Schwerpunkte sind: Erkennen von Ebolafieber-Verdachtsfällen, Basishygiene, Eigenschutz, Erstversorgung, Isolierung, Kommunikation und Beginn der Kontaktverfolgung.

Die Sofortmaßnahme EFFO-HCF (Health Care Facilities) ergänzt die o.g. Trainingsaktivitäten. Ziel ist die Verbesserung des prozessualen und baulich-funktionalen Hygienemanagements in medizinischen Einrichtungen beim Umgang mit  Krankheiten durch hochpathogene Erreger, wie beispielsweise Ebolafieber. Dazu gehören verbesserte Maßnahmen zur Infektionskontrolle und die Einrichtung von temporären Isolierbereichen in Distriktkrankenhäusern. EFFO-HCF wird ebenfalls in enger Kooperation mit ruandischen Behörden umgesetzt und begann im August 2019 mit einer Erkundungsreise. ExpertInnen aus Deutschland und Ruanda evaluierten dabei das Hygienemanagement von besonders gefährdeten Distriktkrankenhäusern. Dabei wurden mit den ruandischen KollegInnen Aktivitäten zur Stärkung des Hygienemanagements festgelegt.

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