Internationales Symposium des Global Health Protection Programme

Zum dritten Mal fand das jährliche Internationale GHPP-Symposium am 3. und 4. Dezember 2019 in Berlin statt. Anlässlich dieser zweitägigen Veranstaltung trafen sich über 100 Public Health Experten aus 19 Ländern sowie Vertreter von Ministerien und Institutionen der Bundesrepublik Deutschland, um über Projektergebnisse, erreichte Meilensteine und Herausforderungen im Jahr 2019 zu diskutieren und einen Ausblick auf die Zukunftsfähigkeit der 24 GHPP-Projekte zu geben, wenn das Programm nun in die letzte Phase dieses Zyklus geht.

16.12.2019

Bildquelle: Andrea Schnartendorff/RKI

Am ersten Tag sprachen Vertreter der Bundesregierung, der Wirtschaft und der Wissenschaft, darunter das Gesundheitsministerium, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Deutsche Rote Kreuz, das Robert Koch-Institut und zahlreiche andere, über die jüngsten Entwicklungen in den deutschen globalen Gesundheitsaktivitäten, über die Herausforderungen für die Gesundheit auf globaler Ebene, deren Verknüpfung mit den Realitäten verschiedener nationaler Kontexte und die Erforschung der Vernetzung mit anderen Disziplinen, wie der Rolle der Sozialwissenschaften und der Digitalisierung, um effektive Lösungen im Gesundheitswesen zu finden. Internationale Gäste aus verschiedenen Institutionen in Europa, Asien und Afrika gaben den Teilnehmern des Symposiums wertvolle Einblicke und Beispiele aus ihrem lokalen Kontext.

Der zweite Tag wurde ganz den Projekten gewidmet. Während der Vormittagssitzung hatten Vertreter der einzelnen Projekte die Gelegenheit, das Publikum anzusprechen und die neuesten Entwicklungen, Erfolge und Herausforderungen kurz vorzustellen. Die Projekte wurden in Gruppen vorgestellt, die die 6 thematischen Schwerpunkte des aktuellen Global Health Protection Programme widerspiegeln:

- Krisenreaktion: D:APS, AfroLabNet;

- Prävention mit Schwerpunkt auf den Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR): GETPrepaReD, IHR Summer School, Lassa-Nigeria, TRICE;

- Prävention mit Schwerpunkt auf Infektionsprävention und -kontrolle sowie Antibiotikaresistenz: ARGOS, EFFO, NiCaDe, PASQUALE, Stand-AMR, TuNDRA;

- Prävention mit Schwerpunkt auf der Regulierung medizinischer Gegenmaßnahmen: BloodTrain, DQA, RegTrain-PharmTrain, RegTrain-VaccTrain;

- Prävention mit Schwerpunkt auf Forschung und Lehre: CPA, IDEA, ORDER-HC, PPE, SeqMDRTB_NET;

- Global Governance: IHR-PVS Toolbox, SYSVAC, WHO CC GOARN;

Auf diese umfassende Sitzung folgte ein interaktiver Marktplatz für den Austausch von Erfahrungen und Best Practices zwischen den Projekten sowie ein persönlicher Austausch zwischen Projektleitern und den externen Experten, die zur Bewertung der Projekte innerhalb des GHPP eingeladen wurden. Zum Abschluss des Symposiums gaben einige der externen Experten ihre ersten Reaktionen preis, so dass das Publikum die Möglichkeit hatte, zu antworten und letzte Bemerkungen hinzuzufügen. Es herrschte allgemeiner Konsens darüber, dass der Schwerpunkt in den folgenden Monaten auf die Sicherung der Langlebigkeit der Projekte und die Umsetzung der Ergebnisse in die Politik gelegt werden sollte, auch unter Berücksichtigung ihrer Anwendbarkeit im nationalen Kontext verschiedener Länder. Die Projekte haben in kurzer Zeit beachtliche Ergebnisse erzielt, und die ertragreiche Zusammenarbeit zwischen Projekten und Partnern wird sich hoffentlich auch in der kommenden Programmphase fortsetzen.

 

 

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