PASA veranstaltet einen Veterinärworkshop und TRICE unterstützt

Die Pan African Sanctuary Alliance (PASA) veranstaltete einen 4-tägigen Workshop in Yaoundé, Kamerun. TRICE unterstützte diesen Workshop mit zusätzlichen Schulungen zur Untersuchung von Ausbrüchen.

19.08.2019

Veterinärpersonal afrikanischer Wildtierzentren und globale Spezialisten trafen sich zum viertägigen Workshop von PASA in Kamerun

Die Teilnehmer des Workshops üben den Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung

Die Projektgruppe P3 (Epidemiologie hochpathogener Mikroorganismen) organisierte ein Biosicherheitstraining für Wildtierärzte auf dem jährlichen Workshop der Pan African Sanctuary Alliance (PASA) in Yaoundé, Kamerun. Am Workshop nahmen insgesamt 41 Tierärzte teil. Mit 23 Partnern in 13 afrikanischen Ländern ist PASA der größte Verband von Wildtierzentren in Afrika. Sie bekämpfen den illegalen Handel mit Wildtieren, retten verwaiste Primaten, schützen die Populationen von Wildtieren und ihre Lebensräume und bilden die Gemeinden zu diesen Themen weiter. Die tägliche Arbeit der PASA-Veterinäre basiert buchstäblich auf der Schnittstelle Mensch-Wildleben. Im Rahmen ihrer Arbeit erhalten sie oft Affen aus abgelegenen Gebieten, deren Gesundheitsgeschichte unbekannt ist. Da die Tierwelt eine bedeutende Quelle für Infektionskrankheiten ist, insbesondere in aufkommenden Gefahrenherden für Infektionskrankheiten wie in Subsahara-Afrika, ist eine gründliche Schulung in sicheren und effizienten Probenahmestrategien unerlässlich. Tierärzte sind nicht nur für die Gesundheit ihrer Tiere, sondern auch für die öffentliche Gesundheit in ihren Regionen verantwortlich und können als Wächter bei der Früherkennung neu auftretender Zoonosen eine Schlüsselrolle spielen.

Der jährliche PASA-Workshop für Tierärzte bot daher eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Teilnehmer aus ganz Afrika gleichzeitig über unseren One-Health-Ansatz zu informieren und zu schulen.

Während der 4 Tage des Workshops in Yaoundé (25.03. - 29.03.2019) nutzten wir unser 8-stündiges Zeitfenster für praktische Übungen und Präsentationen zu 3 Aspekten der Fall- und Ausbruchuntersuchungen:

1. Durchführung von Nekropsien mit einem hohen Maß an Biosicherheit, einschließlich der ordnungsgemäßen Verwendung persönlicher Schutzausrüstung, Desinfektion und Entsorgung gebrauchter Materialien, zur Gewährleistung der Sicherheit des Personals und der Verhinderung einer möglichen Ausbreitung von Krankheiten (siehe Bild).

2. Sicherstellung hochwertiger Proben während der Nekropsien, einschließlich Konservierung, Lagerung und Versand, um die bestmögliche Analyse der Proben zu gewährleisten.

3. Gabe eines Überblicks über das Diagnose-Tool-Portfolio zur Analyse von Wildtierproben.

Obwohl diese Themen in einem Workshop-Programm, das sich auf das Management von Schutzgebieten und klinische Veterinärfälle konzentrierte, eher ungewöhnlich waren, erhielt das RKI-Team aus Ariane Düx und Tobias Gräßle (P3) viele positive Rückmeldungen von den Teilnehmern und Veranstaltern und konnte neue berufliche Verbindungen mit der Perspektive wertvoller Forschungskooperationen knüpfen.

Wir danken GHPP TRICE für die Finanzierung und den RKI-Veterinären für ihren Einsatz.

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