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Fighting COVID-19: Unterstützung für Westafrika - Module 1.1


In diesem Bericht möchten wir über die Laboraktivitäten informieren, die in den ersten Monaten des Jahres 2020 durchgeführt wurden. Ziel ist es, die BNITM-Partnerstandorte in Nigeria, Benin und Guinea bei der Bekämpfung der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) zu unterstützen. Es handelte sich hauptsächlich um die Bereitstellung von Reagenzien und die Schulung vor Ort und aus der Ferne.

Nigeria:

Teams des BNITM brachten bereits im Januar 2020 SARS-CoV-2-Reagenzien zum Irrua Specialist Teaching Hospitals (ISTH) in Nigeria, damit diese diagnostischen Mittel im Land verfügbar sind. Nachfolgende Teams brachten weitere Reagenzien einschließlich RT-PCR-Kits für SARS-CoV-2. Dadurch konnte das Labor bereits Anfang Februar 2020 einsatzbereit sein, das Klinikum stellte ein Laborteam zusammen, das speziell dafür geschult wurde. Bestimmte Testalgorithmen wurden zudem bereitgestellt und im Labor implementiert. Das Nigeria Center for Disease Control (NCDC) erkannte die Diagnosekapazität des ISTH für SARS-CoV-2 am 12. Februar 2020 an. Bis Mai 2020 hat das Labor am ISTH insgesamt 1300 PCR-Tests durchgeführt.

Benin:

Dank der langjährigen Zusammenarbeit zwischen den Partnerlaboren in Nigeria und Benin und dem schon etablierten Austausch zwischen den beiden Labors hatten die BNITM-Reiseteams SARS-CoV-2-Diagnostik-Kits nach Nigeria mitgenommen, um sie an das Partnerlabor in Benin zu versenden. Der Transfer von Reagenzien zwischen den Ländern scheiterte aufgrund der Pandemie. Neue Reagenzien und Verbrauchsmaterialien wurden direkt von Deutschland nach Benin geschickt.

Guinea:

Verschiedene Reagenzien und Verbrauchsmaterialien wurden beschafft, um die Diagnostik in Conakry und Guéckedou vor Ort zu unterstützen. Ein Teil der regulären Bestellungen wurde oder wird in naher Zukunft ausgeliefert, allerdings stellt der Mangel an Flugzeugen immer noch eine Herausforderung für den optimalen Versand von Laborunterstützung dar. Dies gilt insbesondere für Lieferungen über Kühlketten, die derzeit nicht möglich sind.

Zurzeit verfolgt die virologische Abteilung des BNITM die Versendung von Verbrauchsmaterialien und Reagenzien in jedes der Partnerländer, um auf die COVID-19-Pandemie zu reagieren. Wichtig ist, dass auch andere lebensbedrohliche Krankheiten nicht vernachlässigt werden.  Deswegen unterstützen wir die Labore weiterhin auch mit Reagenzien anderer Krankheiten, wie z.B. Lassa-Fieber. So wird sichergestellt, dass die Diagnose und Versorgung der Patienten, sowie die Überwachungsprogramme trotz COVID-19 weiterhin gewährleistet werden können.

Stand: Mai 2020