Navigation und Service

Springe direkt zu:

Servicemenü

Suche

Projekte

EMiL

Entwicklung und Implementierung von Standards für Mobile Labordiagnostik

Stand: Juni 2020

Kurzbeschreibung

Mobile Diagnostiklabore für den schnellen Feldeinsatz, sogenannte rapid response mobile laboratories (RRML), stellen eine wichtige Komponente des internationalen Katastrophenschutzes dar und spielen eine essentielle Rolle bei der Eindämmung von Krankheitsausbrüchen, welche die öffentliche Gesundheit gefährden. Die Koordination dieser RRMLs erfolgt durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Rahmen eines globalen Netzwerkes (Global Outbreak and Response Network; GOARN). 

Die Etablierung allgemeiner Qualitätsstandards für RRMLs ist wesentliche Voraussetzung für den sicheren und effektiven Einsatz mobiler Labore im inner- und außereuropäischen Kontext. Trotz des dringenden, auch von der WHO und von der Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (DG ECHO) bestätigten, Bedarfs sind bisher weder entsprechende Standards noch begleitende Implementierungsstrategien realisiert worden. Daher hat das Robert Koch-Institut (RKI) in seiner Funktion als WHO Kollaborationszentrum für GOARN die Definition und Umsetzung dieser Standards auf seine Agenda gesetzt.

Im Rahmen des GHPP Projektes "EMiL" leitet das RKI eine Arbeitsgruppe von Experten für die Erstellung eines Standardisierungskonzeptes für modulare, Boxen-basierte RRMLs. Die Arbeitsgruppe besteht aus Vertretern von

  • Robert Koch-Institut, Berlin
  • Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg
  • Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, München
  • Public Health England, Salisbury
  • Institute Pasteur, Paris
  • Rospotrebnadzor, Saratov
  • UC, Louvain, Brüssel

Die Standardisierung wird dabei entlang von vier Arbeitspaketen, welche in Kooperation mit dem Regionalbüro der WHO für Europa entwickelt wurden, erstellt:

  • Qualitätsmanagement System (QMS)
  • Laborinformationsmanagement System (LIMS)
  • Biosicherheit
  • Logistik und Einsatzunterstützung.

Die erarbeiteten RRML Standards werden im Laufe des Jahres 2020 im Zuge eines internationalen GOARN Meetings präsentiert und anschließend in einer Feldübung mit europäischen und internationalen Partnern getestet.

Ziele des Projektes

Die Förderperiode 2020 hat folgende Zielsetzung:

  • Definition von klaren Minimal-Standards für modulare, Boxen-basierte RRMLs als Grundlage für die Standardisierung anderer RRML Typen
  • Erarbeitung eines Audit System für RRMLs als Basis für ein zukünftiges Mentoring-Programm
  • Implementierung der definierten Standards und der Test des RRML Audits im Rahmen einer Feldübung
  • Etablierung einer Verknüpfung von RRMLs mit anderen Einheiten des Gesundheitsschutzes (z.B. zu Emergency Medical Teams, EMTs)

Dies geschieht in enger Kooperation mit Partnern auf Europäischer Ebene und in enger Abstimmung mit den entscheidenden supranationalen Organisationen (z.B. WHO). Dadurch wird die Sichtbarkeit des Engagements Deutschlands für den internationalen Gesundheitsschutz international deutlich erhöht.

Infos

Betreuendes Institut

Robert Koch-Institut

Partnerländer

Belgien, Großbritannien, Frankreich, Russland

Partnerinstitutionen