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Bilateraler Austausch mit kosovarischen Partnern zu Krisenmanagement und Surveillance im Rahmen der COVID-19-Pandemie

Im Rahmen der deutsch-kosovarischen Partnerschaft des GETPrepaReD-Projekts, welche seit 2017 besteht, wurden verschiedene Aktivitäten und Prozessentwicklungen zum Thema Ausbruchsuntersuchung, Krisenmanagement und Surveillance durchgeführt.

Im Rahmen des Auftretens und der weltweiten Verbreitung von COVID-19 im Jahre 2020, steht nicht nur der kosovarische, sondern auch der deutsche öffentliche Gesundheitsdienst vor einer bisher einzigartigen Herausforderung. Besonders seit Juni/Juli verzeichnet der Kosovo eine rapide steigende 7-Tage-Inzidenz von COVID-19-Fällen. Um den Kosovaren in dieser Lage Unterstützung zu geben, führte das RKI zusammen mit den Partnern aus dem Kosovo im Rahmen von GETPrepReD ein 2-stündiges Austauschtreffen zur COVID-19-Lage durch. Ziel war es, beiden Seiten einen Einblick in das Lagemanagement und die Maßnahmen und Empfehlungen zu verschaffen und ggf. Möglichkeiten zur Unterstützung zu identifizieren.

Das Austauschtreffen fand am 23.07.2020 um 15 Uhr in virtueller Form über Webex statt. Von kosovarischer Seite nahmen insgesamt 4 Epidemiologinnnen des Nationalen Public Health Instituts im Kosovo (NIPH) teil: Ariana Kalaveshi (Kontaktperson für das GHPP-Programm im Kosovo), Dafina Gexha-Bunjaku, Pranvera Kaçaniku-Gunga und Luljeta Gashi. Von Seiten des RKI führten Nadine Zeitlmann, Länderverant­wortliche für die Aktivitäten von GETPrepaReD in Albanien und Ariane Halm (Projektleitung von GETPrepaReD) durch das Meeting. Drei weitere im internationalen Bereich tätige Mitarbeitende des Fachgebiets Surveillance nahmen ebenfalls als Zuhörer am Treffen teil.

Im Rahmen des Austausches wurden die folgenden 6 Themen behandelt:

Entwicklung des COVID-19-Ausbruches im Land sowie Implementierung von (bevölkerungsbasierten) Maßnahmen, Koordination und Aufgaben auf nationaler und subnationaler Ebene, Testung und Diagnostik, Meldepflicht und Falldefinitionen von COVID-19, Kontaktpersonennachverfolgung und häusliche Absonderung, sowie Lage-Evaluation.

Zu jedem Themenblock (20 min) wurde von Seiten des RKI eine kurze Einführung in Form von Präsentationsfolien gegeben, die die Situation in Deutschland abbildeten. Hier wurde nicht nur die aktuelle Situation von COVID-19 dargestellt, sondern auch auf Zeitpunkte eingegangen, in denen ähnliche Inzidenzen wie die gerade im Kosovo auftretenden in Deutschland beobachtet wurden. Nach den Präsentationen des RKI wurde den kosovarischen Teilnehmerinnen Raum gegeben die Situation im eigenen Land darzustellen sowie zu kommentieren und Fragen zu stellen.

Fazit

Das Austauschtreffen von beiden Seiten als informativ, offen und nützlich wahrgenommen. Es gelang zum einen die Themenbereiche von GETPrepaReD im Rahmen einer echten Lage zu diskutieren und damit einen Überblick über Maßnahmen, Lagemanagement und Reaktion in Deutschland und im Kosovo zu erhalten. Zum anderen konnten den kosovarischen Partnern zusätzlich Orientierungshilfen für die Bereiche Entisolierung von COVID-19-Fällen, sowie Fallmeldung und Übermittlung von COVID-19-Fällen gegeben werden. Zweiteres ist besonders im Hinblick auf die geplante Digitalisierung der Surveillance für COVID-19 im Kosovo interessant. Zuletzt konnten auch Möglichkeiten zur Unterstützung des RKI (z.B. bei der Evaluation des COVID-19-Lagemaangements im Kosovo) im Rahmen von GETPrepaReD identifiziert werden.

Stand: Juli 2020