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Trainingsserie zur Ausbildung von Teams zur Kontaktpersonennachverfolgung im Rahmen der COVID-19-Pandemie

Erweiterung der Kapazitäten im Bereich COVID-19 Kontaktpersonennachverfolgung im Kosovo: Training von Mitarbeitenden aus lokalen Gesundheitseinrichtungen

Hintergrund

Das RKI führt bereits seit 2017 Aktivitäten im Kosovo im Rahmen von GETPrepaReD durch. Nun wurde im Rahmen eines von der kosovarischen Regierung angefragten Unterstützungeinsatzes des RKI, der auch den Bereich Infektionsepidemiologie enthielt, eine Trainingsserie zum Thema Kontaktpersonennachverfolgung (KoNa) im Bereich COVID-19 durch geführt.

Diese hatte zum Ziel eine vom kosovarischen nationalen Institute for Public Health (NIPH) überarbeitete KoNa-Strategie umzusetzen. In Zukunft sollen die bestehenden Kapazitäten im Bereich KoNa ausgeweitet werden, indem Mitarbeitende von lokalen Gesundheitseinrichtungen nun auch in der Umsetzung der dortigen KoNa-Richtlinien trainiert werden um die Unterbrechung der SARS-CoV-2 Transmissionsketten zu unterstützen.

Durchführung

Im Zeitraum des 21.09.2020 bis 30.09.2020 veranstaltete das NIPH mit Unterstützung des RKI insgesamt 6 Trainings - in jeder administrativen Region des Kosovos eines. Als RKI-Trainerinnen waren Ariane Halm und Nadine Zeitlmann (Länderverantwortliche für die GETPrepaReD-Aktivitäten im Kosovo) vor Ort. Das Training, welches insgesamt 3 Stunden dauerte, fand auf Englisch mit albanischer Übersetzung statt und behandelte sowohl Grundlagen im Bereich infektionsepidemiologische Surveillance sowie die Ziele und eine Handreichung zur Durchführung der KoNa im Landeskontext. Übungen, in welchen in Partnerarbeit Fallinterviews und Kontaktpersoneninterviews durchgeführt wurden, dienten dazu das theoretisch Gelernte zu vertiefen. Das Training orientierte sich darüber hinaus auch an der für die Meldung von Kontaktpersonen geplante KoNa-Management-Software Go.Data, die im Rahmen des neuen Konzeptes auf regionaler und nationaler Ebene im Kosovo implementiert und parallel durch ein Team des WHO-Länderbüros trainiert wurde.

Bewertung und Ergebnisse

Im Rahmen der Trainingsserie wurden insgesamt 80 Personen ausgebildet (20 von Regionalen Zentren für öffentliche Gesundheit, 60 aus lokalen Gesundheitseinrichtungen), die die KoNa-Aktivitäten in insgesamt 22 Kommunen abdecken. Von 70 Teilnehmern, die das Training bewerteten (bzw. 67, die die Frage bezüglich der Zufriedenheit mit dem Training beantworteten) waren 64 mit dem Training sehr zufrieden. Durch das Training gelang es den Teilnehmenden die Bedeutung von KoNa im Allgemeinen zu verstehen sowie das geplante Vorgehen interaktiv zu üben. Die von den Teilnehmenden in der Evaluation besonders erwähnten neu-gelernten Inhalte waren die Berechnung des infektiösen Zeitraums von symptomatischen und asymptomatischen COVID-19-Fällen, die Durchführung von Fallinterviews, sowie das Identifizieren von Kontakten und Erstellen von Kontaktlisten aus Telefoninterviews.

Ausblick

Drei Epidemiologinnen des NIPH nahmen ebenfalls an ausgewählten Trainings der Serie teil. Diese werden in den kommenden Wochen in den zur Hauptstadt Pristina zugehörigen Kommunen dasselbe Training durchführen. Das NIPH wird zeitnah die nötigen KoNa-Formulare und Anweisungen zur Datenübermittlung fertigstellen, damit die zukünftigen erweiterten KoNa-Teams ihre Arbeit aufnehmen können.

Stand: Oktober 2020