Navigation und Service

Springe direkt zu:

Servicemenü

Suche

Projekte

IPC-Trainings starten in Nigeria

Mit einem 14-tägigen Kurs zu den wissenschaftlichen und technischen Grundlagen von Maßnahmen zur Infektionsprävention und –kontrolle in Krankenhäusern starteten die IPC-Trainings für Gesundheitspersonal des nigerianischen Gesundheitssystem von 17. – 30. Juni in Lagos.

Ziel des NiCaDe-IPC Projektes ist die Verbesserung der Infektionsprävention und –kontrolle im nigerianischen Gesundheitssystem. Das Projekt wird durch das deutsche Bundesministerium für Gesundheit gefördert und vom nigerianischen Zentrum zur Kontrolle von Krankheiten in Abuja mit Unterstützung des Robert Koch Instituts in Berlin durchgeführt. Kernstück des neuen Programmes ist ein partizipatorischer Ansatz, bei dem „change agents“ in den jeweiligen Gesundheitseinrichtungen dabei unterstützt werden Infektionsrisiken selbst zu identifizieren, Kontrollmaßnahmen in enger Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen zu entwickeln und die Durchführung der gemeinsam beschlossenen Maßnahmen zu gewährleisten.  Hierbei wird Infektionsprävention und –kontrolle als systemische Herausforderung in Krankenhäusern gesehen, welche, um langfristig erfolgreich sein zu können, durch einen lokalen Entwicklungsprozess mit direkter Beteiligung von lokalen Akteuren– dies betrifft sowohl medizinisches Pflegepersonal als auch Akteure auf Managementebene – angegangen werden muss. Dieser Ansatz wurde nun „PALS“ getauft.

Vom 17. – 30. Juni kamen 29 Personen, die im nigerianischen Gesundheits- oder Bildungsbereich arbeiten, nach Lagos. Sie erhielten ein Grundlagentraining zu IPC-Maßnahmen. Dieses Grundlagentraining wurde durch das “IPC Curriculum Development Project” am College of Medicine der Universität Lagos mit finanzieller Unterstützung von ExxonMobile über das US-amerikanische Center for Disease Control entwickelt. Die Durchführung des Trainings wurde durch das NiCaDe-IPC Projekt finanziert.  

Teilnehmende wurden auf ihre zukünftige Aufgabe als IPC-Trainerinnen und Trainer vorbereitet um nach Abschluss des Trainings „change agents“ in Gesundheitseinrichtungen von vier nigerianischen Staaten bei der Entwicklung und Umsetzung von IPC-Maßnahmen zu begleiten. Das Training behandelte Theorie und Praxis von Infektionsprävention und –kontrolle. Die Teilnehmenden lernten, wie Maßnahmen an den spezifischen Kontext angepasst werden können um Infektionsprävention- und kontrolle auch unter ressourcenarmen Voraussetzungen zu implementieren. Sie wurden darauf vorbereitet, Risikoabschätzungen durchzuführen um Risiken zu erkennen und Möglichkeiten der Risikobegrenzung vorzuschlagen.  Als Teil der Strategie zur Bekämpfung von krankenhausbedingten Infektionen lernten sie auch Händedesinfektionsmittel selbst herzustellen.

Das Grundlagentraining war das erste von drei Trainings für die zukünftigen IPC-Trainerinnen und Trainer. Das nächste Training wird im November 2019 in Abuja stattfinden und sich auf den partizipatorischen Ansatz des Lernens in Systemen (Participatory Approach to Learning in Systems – PALS) konzentrieren.