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OneHealth Namibia

OneHealth Interventionen in Namibia

Kurzbeschreibung

Die OIE (Weltorganisation für Tiergesundheit) ist neben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einer der drei internationalen Partner, die offiziell das „One Health-Konzept“ als gemeinsame Strategie zur Bekämpfung von Krankheiten eingeführt haben, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können und bei denen beide Bereiche eine gegenseitige Mitverantwortung tragen. Es fasst die Einsicht zusammen, dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Ökosystemen in engem Zusammenhang stehen.

Ein konkretes Beispiel für die Umsetzung des „One Health-Konzeptes“ auf internationaler Ebene stellt das global vereinbarte Ziel dar, bis 2030 menschliche Todesfälle durch hundevermittelte Tollwutinfektionen auszuschließen. Hierzu wurde durch die United Against Rabies Allianz (WHO, OIE, FAO und GARC) ein globaler Strategieansatz erarbeitet, der auf koordinierte, länderorientierte Bekämpfungsszenarien der Hundetollwut beruht. Der vom FLI initiierte Feldversuch zur oralen Immunisierung von Hunden in den nördlichen Gebieten Namibias unterstützt Initiativen der United Against Rabies Allianz (WHO, OIE und FAO) auf der Suche nach komplementären Maßnahmen zur Verbesserung der Herdenimmunität bei der Hundetollwutbekämpfung. Dabei kommt ein in der EU für Wildtiere zugelassener Tollwutlebendimpfstoff mit höchstem Sicherheitsprofil zum Einsatz. Trotz vielseitigen Interesses vieler Länder und vielversprechenden Versuchsdaten wurde die orale Immunisierung gegen Tollwut bisher noch nicht an Hunden unter Feldbedingungen getestet. In Namibia bietet sich aufgrund bestehender FLI Netzwerke die einmalige Gelegenheit erstmals wissenschaftlich Daten zu erheben, die weit über das südliche Afrika hinaus von Interesse sein werden.

In der ersten Phase wird eine Schätzung der Hundepopulation in der Zielregion durchgeführt und mit der mittels klassischer parenteraler Impfung erzielten Impfabdeckung abgeglichen. In der zweiten Phase werden in ausgewählten Gebieten, zwei bis drei Tage nach der parenteralen Impfkampagnen alle ungeimpften (nicht markierten) Hunde gezielt mit oralen Impfködern angesprochen. Die Praktikabilität des Ansatzes wird unter ländlichen, peri-urbanen und urbanen Gegebenheiten getestet, da die Hundedichte lokal stark variieren kann. Über das Aufnahmeverhalten sowie die Aufnahmerate kann ermittelt werden, welchen Mehrwert die orale Immunisierung zur Verbesserung der Impfabdeckung in der Hundepopulation unter bestimmten Bedingungen leisten kann. Darüber hinaus lassen sich über diese Daten die Schätzungen lokaler Hundepopulationen validieren.

OneHealth Surveillance systeme: Im Bereich der Tierhaltung liegen für Namibia derzeit nur wenige Kenntnisse über dessen Struktur und Umfang vor. Relevante Daten stellen jedoch die Voraussetzung für die Etablierung eines Surveillance Systems dar. Daher sollte dieser Bereich, wo erforderlich, gestärkt werden.

In einer ersten Phase soll evaluiert werden, welche Daten z.B. für die Planung und Durchführung von Tiergesundheit/One Health Monitoringstudien erforderlich sind, welche der erforderlichen Daten bereits vorliegen (und in welcher Form) bzw. welche noch erhoben werden müssen. In diesem Sinne muss geprüft werden, welche Systeme zur Erfassung und Analyse notwendiger Daten vorhanden sind und wie vorhandene (und ggf. zu erhebenden) Daten integriert werden können.

Basierend auf den Erfahrungen mit unterschiedlichen Datenquellen, die in Deutschland zu diesen Zwecken verwendet werden (TSN, HIT, BALVI, TRACES, TSK) und den entsprechenden Erfassungs- und Analysesystemen, kann mit den namibischen Partnern evaluiert werden, ob sich Komponenten des deutschen Systems für die namibische Situation eignen.

Ziele des Projektes

Die vom FLI initiierte, technisch und finanziell unterstützte Tollwut-Impfköderstudie bei streunenden Hunden in den nördlichen Gemeindegebieten Namibias unterstützt die Ziele des United Against Rabies Konsortiums (WHO, OIE und FAO, GARC), die durch Hunde vermittelte humane Tollwut bis 2030 zu tilgen.

Zur Durchführung von Tiergesundheit/One Health Monitoringstudien, in Zusammenarbeit mit auserwählten Kooperationspartnern, wird das FLI bereits vorliegende Datensätze (auch im AMR Bereich) evaluieren um Vorbereitungen zu Datenerfassung, Datenanalyse und Datenverarbeitung und Datenaustausch vornehmen zu können.

Infos

Betreuendes Institut

Friedrich-Loeffler-Institut

Robert Koch-Institut

Partnerländer

Namibia

Partnerinstitutionen

Namibian Ministry of Agriculture, Water and Forestry (MAWF)

Namibian Ministry of Health and Social Services (MoHSS) 

University of Namibia Veterinary School (UNAM)

Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE)

Weltgesundheitsorganisation (WHO)