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Guinea: Start der Studie zur Nutzung von Gesundheitsleistungen

Nach dem Einführungsworkshop über Resilienz von Gesundheitssystemen und Forschungsmethoden im Januar 2018, bereitete der zweite Workshop die Teilnehmer auf die Datenerhebung für die Studie zur „Nutzung von Gesundheitsleistungen vor, während und nach dem Ebola-Ausbruch in Guinea“ vor.

Der zweite Workshop wurde in Conakry (Guinea) zusammen mit unseren Partnern Santé Plus und ANSS (Agence Nationale de la Securité Sanitaire) durchgeführt, und richtete sich an acht Nachwuchswissenschaftler und Fachleute des Gesundheitswesens aus beiden Institutionen.

Der dreitägige Workshop kombinierte die Entwicklung von Instrumenten zur Datensammlung mit dem Beginn der eigentlichen Datenerhebung für die Studie zur "Nutzung von Gesundheitsleistungen vor, während und nach dem Ebola-Ausbruch in Guinea". Die Instrumente zur Erhebung der Nutzung von Gesundheitsleistungen wurden mit Hilfe partizipativer Methoden gemeinsam entwickelt und an den lokalen Kontext und den Studienzweck angepasst.

Die Studie vergleicht die Inanspruchnahme von Gesundheits­diensten (wie z.B. Impfungen, Schwangerschaftsvorsorge, HIV/TB Programme) nach dem Ebola-Ausbruch in Liberia und Guinea mit der Situation vor und während des Ausbruchs und identifiziert Einflussfaktoren für die Nutzung von Gesundheitsleistungen.

Die Studie zielt nicht nur darauf ab, Daten für die Erarbeitung von geeigneten Maßnahmen zu liefern, sondern lokalen Fachleuten des Gesundheitswesens praktische Erfahrungen und Kompetenzen im  gesamten Forschungsprozess – von der Konzeption und dem Studiendesign bis zu den resultierenden Empfehlungen – zu vermitteln.

Für die Datenerhebung wurden sowohl qualitative als auch quantitative Methoden eingesetzt (Triangulation). Das Studienteam führte semi-strukturierte Tiefeninterviews und Fokusgruppen-Diskussionen mithilfe eines Interviewleitfadens auf Basis des sozio-ökologischen Modells durch. Für den quantitativen Ansatz wurden Daten aus Routineindikatoren und Erhebungen in Gesundheitseinrichtungen gesammelt.

Die Untersuchungsstandorte wurden unter Berücksichtigung einer von der Ebola-Epidemie stark und einer weniger betroffenen Region, einschließlich ländlicher und städtischer Gebiete, ausgewählt (Boké und Kindia).

Insgesamt wird diese Studie analysieren, wie sich die Erfahrungen der Menschen mit Ebola derzeit auf ihre Interaktion mit dem Gesundheitssystem auswirken.  Die Ergebnisse der Studie tragen zur Erarbeitung von Strategien zur Aufrechterhaltung der routinemäßigen Gesundheitsversorgung bei künftigen Gesundheitskrisen bei.