Navigation und Service

Springe direkt zu:

Servicemenü

Suche

Projekte

Fellowship-Programm beider RegTrain-Projekte gestartet

Bonn/Langen 2019 - Seit Anfang Oktober schulen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) jeweils zwei Stipendiaten aus afrikanischen Regulierungsbehörden in Langen und Bonn. Bei einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung am 11. Oktober 2019 in Bonn tauschten sich die Stipendiaten mit den Partnern aus beiden deutschen Regulierungsbehörden aus.

Das acht- bis zehnwöchige Fellowship-Programm ist ein Baustein des RegTrain-Projektes im Rahmen des Global Health Protection Programmes (GHPP) des Bundesministeriums für Gesundheit. Mit „RegTrain“ bündeln das BfArM und das PEI ihre regulatorischen Kompetenzen in den fünf afrikanischen Partnerländern Ghana, Gambia, Liberia, Sierra Leone, Zimbabwe. Im Projektteil „PharmTrain“ unterstützt das BfArM seine afrikanischen Partnerbehörden im Bereich Arzneimittelzulassung. Das Paul-Ehrlich-Institut bearbeitet neben der Regulation klinischer Prüfungen in der Projekterweiterung „RegTrain-VaccTrain“ mit seinen Partnern zusätzlich den Bereich der Arzneimittelsicherheit. 

Train-The Trainer-Prinzip

BfArM und PEI haben jeweils zwei Regulatoren aus den Partnerländern Ghana und Zimbabwe an ihre Institute eingeladen. In den kommenden Wochen bilden die beiden Regulierungsbehörden die vier afrikanischen Regulatoren als „Trainer“ in den Bereichen Arzneimittelzulassung und Arzneimittelsicherheit aus. Ziel ist es, dass die Stipendiaten ihr Wissen in ihren Heimatbehörden und an die Behörden benachbarter Länder weitergeben. „Ein wesentlicher Ansatz der dem Projekt zugrunde liegt ist, dass die unterschiedlichen Regionen – hier Westafrika und südliches Afrika – stärker zusammenarbeiten und sich besser vernetzen. Daher absolvieren die Regulatoren aus Ghana und Zimbabwe jeweils in Bonn und Langen gemeinsam das Fellowship“, betont Dr. Regine Lehnert, Projektleiterin des „RegTrain-PharmTrain“ am BfArM.

In der Schulung lernen die Stipendiaten, wie die Bereiche Arzneimittelzulassung und Pharmakovigilanz in Deutschland und in der Europäischen Union geregelt sind und erarbeiten Vorschläge, was sie davon für ihre Länder und in der Zusammenarbeit mit Nachbarländern umsetzen können. Dabei tauschen sie sich eng mit den Experten aus den verschiedenen Abteilungen des BfArM und des PEI aus. „Von dem Austausch erhoffen wir uns auch für das RegTrain-Projekt einen tieferen Einblick, wie die Arzneimittelzulassung und -sicherheit in unseren Partnerländern reguliert sind. So können wir besser verstehen, wo wir mit unserer Expertise unterstützen können“, sagt Dr. Christoph Conrad, Projektleiter des GHPP Projektes „RegTrain-VaccTrain“ am PEI.

Didaktik-Kurs bereitet auf Wissenstransfer vor

Während des Aufenthalts in Bonn und Langen erstellen die vier Regulatoren Schulungsunterlagen für die Trainings der Kollegen in Afrika. Um sich gut für die Wissensweitergabe vor Ort vorzubereiten, nehmen die Stipendiaten an einem mehrtägigen Didaktik-Kurs am BfArM teil. Innerhalb des Fellowship wird es zudem weitere gegenseitige Besuche am BfArM und PEI geben. Damit lernen die Stipendiaten die gesamte Bandbreite der Regulation in Deutschland kennen.

Kontakt für weitere Informationen: vacctrain@pei.de und ghpp.pharmtrain@bfarm.de.