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SeqMDRTB_NET

Aufbau von Netzwerken für die Anwendung von Sequenziertechnologie für die Bekämpfung der resistenten Tuberkulose in Hochinzidenzländern

Kurzbeschreibung des Projektes

Multiresistente und extrem-resistente Tuberkulose (TB)-Fälle (M/XDR-TB) stellen eine zunehmende Bedrohung für die globale TB-Bekämpfung dar. Eine erfolgreiche Behandlung von M/XDR-TB Fällen erfordert eine frühe Diagnose inkl. Resistenztestung als Basis für eine effiziente Behandlung. Diese steht aber, z.B. aufgrund unzureichender Infrastrukturen, in Ländern mit mittlerer oder hoher TB-Inzidenz oft nicht oder nur verspätet zur Verfügung. Dies führt zu weitgehend empirischen Behandlungsschemata mit oft niedrigen Heilungsraten. Neue molekulare Methoden wie die Gesamtgenom Sequenzierung (Whole Genome Sequencing, WGS) oder die Sequenzierung bestimmter Bereiche des bakteriellen Genoms (Targeting-Sequencing) können genaue und schnelle Informationen zu, in Mycobacterium tuberculosis Komplex Stämmen, vorliegenden Resistenzen liefern. In diesem Projekt soll in zwei osteuropäische Ländern (Kirgisistan, Moldawien) und zwei Länder des südlichen Afrika (Namibia, Mosambik) mit hoher TB Inzidenz die Etablierung von Sequenziertechnologien für die Resistenzdiagnostik unterstützt werden.  Basierend auf den schnellen Resistenzergebnissen, können Patienten schon früh effektiv behandelt werden, wodurch die Heilungsraten steigen sowie das Risiko zusätzlicher Resistenzentwicklung und der Übertragung von M/XDR-Stämmen verringert wird.

Ziel des Projektes

Übergeordnetes Ziel dieses Projekts ist der Aufbau eines nachhaltigen Kompetenznetzwerks zur Förderung des  Einsatzes von Sequenziertechnologie (u.a. WGS) für die schnelle TB-Resistenzdiagnostik und -Surveillance in zwei osteuropäischen Ländern (Kirgisistan, Moldawien) und zwei Ländern des südlichen Afrika (Namibia, Mosambik).

Spezifische Ziele

  • Technologietransfer durch Implementierung von Sequenzierungstechnologien in den Partnerländern
  • Personal- und Organisationsentwicklung durch Weiterbildungsmaßnahmen, wie z.B.: „Train the Trainer“-Workshops, Sequenzier-Workshops für Technisches Personal, Seminare zur Analyse bioinformatischer Daten, Aufbau eines Kompetenz-Netzwerks
  • Sicherung der Nachhaltigkeit durch das Einbinden der neuen Technologien in das lokale Gesundheitssystem

Infos

Betreuendes Institut

Forschungszentrum Borstel

Partnerländer

Kirgistan, Moldawien, Mosambik, Namibia

Partnerinstitutionen

  • Nationales TB Referenzzentrum in Kirgistan (NRL / NTPKGZ), Bishkek, Kirgistan
  • Das Institute of Phthisiopneumology “Chiril Draganiuc”), Chisinau, Moldowien
  • Nationales Gesundheitsinstitut (INS), Maputo, Mosambik
  • Universität von Namibia (UNAM), Windhoek, Namibia
  • Forschungszentrum  Borstel, Deutschland
  • Das Institut für Mikrobiologie und Laboratoriumsdiagnostik, Gauting, Deutschland
  • Das Hospital San Raffaele, Mailand, Italien