Navigation und Service

Springe direkt zu:

Servicemenü

Suche

Projekte

VaccTrain

Regulatorische Schulung und Beratung im Bereich Impfstoffe und biomedizinische Therapeutika

Kurzbeschreibung

Die Ebola-Epidemie in Westafrika hat gezeigt, dass Impfstoffe und Therapeutika zur schnellen Eindämmung einer Epidemie nicht oder nicht in genügendem Maß zur Verfügung stehen. Gesundheitssysteme sind in solchen Situationen häufig überlastet. Unerlässliche klinische Prüfungen können, wenn überhaupt, nur mit Einschränkungen und Zeitverzögerung organisiert werden.

Das Projekt VaccTrain trägt zum Aufbau notwendiger wissenschaftlicher und regulatorischer Kapazitäten in afrikanischen Partnerländern bei. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und mit verschiedenen afrikanischen und internationalen Organisationen, um eine für alle afrikanischen Staaten harmonisierte regulatorische Struktur zu etablieren und damit die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen afrikanischen Behörden zu fördern.

Wichtiges Element ist die Analyse und Bewertung der aktuellen Situation in den potentiellen Partnerländern hinsichtlich der vorhandenen regulatorischen Systeme insbesondere für die Genehmigung und Überwachung klinischer Studien und die Identifizierung von Schwachstellen. Daraus wird ein mit dem Partnerland abgestimmtes Entwicklungsprogramm erarbeitet. Anschließend wird der Aufbau regulatorischer Strukturen und Kapazitäten von Institutionen im Partnerland durch koordinierte Schulungsmaßnahmen und verstärkte Kooperationen unterstützt.

Ziele

  • Stärkung regulatorischer Behörden
  • Förderung eines universellen Zugangs von Arzneimitteln insb. Impfstoffen im Hinblick auf eine dauerhafte Verbesserung der globalen Gesundheitsstandards.
  • Beitrag zur Erreichung der WHO Millennium Goals, insbesondere Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit.

Paul-Ehrlich-Institut/VaccTrain

In der ersten Projektphase werden verschiedene Organisationen und Partnerländer und ihre Institutionen für eine langfristige und nachhaltige Kooperation identifiziert. Aufbauend auf der bereits bestehenden guten Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird eine Kooperation mit den für den Aufbau regulatorischer Strukturen in Afrika wichtigen Akteuren wie der Organisation New Partnership for Africa's Development (NEPAD) und dem dort angesiedelten African Medicines Regulatory Harmonsation (AMRH) Programm sowie dem African Vaccine Regulatory Forum (AVAREF) angestrebt.

Die Auswahl der Partnerländer (z.B. Ghana, Gambia) erfolgt nach einem Aufruf zur Interessensbekundung. Zudem erlaubt die Teilnahme an dem durch die WHO durchgeführten Bewertungsprozesses der nationalen regulatorischen Behörden (National regulatory agency (NRA) assessment) in afrikanischen Staaten wie z.B. der westafrikanischen Wirtschaftsregion ECOWAS eine Schwachstellenanalyse der regulatorischen Systeme in den potentiellen Partnerländern in Afrika.

Weiterhin wird ein Arbeitstreffen zusammen mit NEPAD/AMRH, der WHO und dem PEI mit dem Thema ‘Regulatory Capacity Building Needs in African countries – Strengthening International Cooperation’ am Paul-Ehrlich-Institut organisiert.

Infos

Betreuendes Institut

Paul-Ehrlich-Institut

Partnerländer

Ghana, Liberia, Sierra Leone und Gambia