LabTrain 2.0

Stärkung der nachhaltigen Arzneimittelqualitätskontrolle und der Einhaltung von Laborstandards zur Sicherstellung des Zugangs zu sicheren Arzneimitteln in West- und Südostafrika

Projektlogo des GHPP-Projekts LabTrain 2.0 )

Kontext

Der Zugang zu sicheren und wirksamen Arzneimitteln ist in vielen Ländern West- und Südostafrikas weiterhin eine Herausforderung. Ein zentraler Faktor dabei ist die begrenzte Leistungsfähigkeit der nationalen Arzneimittelkontrolllabore. Fehlende Strukturen, Ressourcen oder standardisierte Verfahren erschweren eine verlässliche Qualitätsprüfung. In der Folge können minderwertige oder gefälschte Arzneimittel in den Umlauf gelangen, was Therapien gefährdet und die Entstehung antimikrobieller Resistenzen begünstigt. Aufbauend auf den Erfolgen des Vorgängerprojekts LabTrain erweitert und vertieft Lab-Train 2.0 dessen Ansatz sowohl regional als auch inhaltlich. Ziel des Projekts ist es, die Kapazitäten von acht ausgewählten staatlichen Arzneimittelkontrolllaboren in West- und Südostafrika nachhaltig zu stärken und deren Ausrichtung an internationalen Laborstandards weiter zu verbessern. Kern des Projekts ist eine strukturierte Bewertung der beteiligten Labore sowie die Ent-wicklung maßgeschneiderter Implementierungspläne. Darauf aufbauend unterstützt LabTrain 2.0 den Aufbau und die Weiterentwicklung von Qualitätsmanagementsystemen und bietet praxisorientierte Schulungen und Workshops für Fach- und Führungskräfte an. Ergänzend fördert das Projekt die regionale Vernetzung und den fachlichen Austausch. In Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation werden zudem standardisierte Prüfmethoden für Antiinfektiva sowie innovative und nachhaltige Teststrategien erarbeitet. Auf diese Weise wird die Marktüberwachung in den Partnerländern verbessert und ein wichtiger Beitrag zum Schutz der öffentlichen Gesundheit geleistet.

 

Ziel

Verbesserung der Arzneimittelüberwachung in Afrika durch Unterstützung der Anwendung internationaler Laborstandards in ausgewählten afrikanischen Arzneimittel-Qualitätskontrolllaboratorien (NDQCLs)

 

In Zusammenarbeit mit

  • African Medicines Quality Forum (AMQF), Midrand, Südafrika
  • Botswana Medicines Regulatory Authority (BoMRA), Gaborone, Botswana
  • Food And Drugs Authority (FDA) Ghana, Accra, Ghana
  • Institut National de Santé Publique (INSP) du Burundi, Bujumbura, Burundi
  • Liberia Medicines & Health Products Regulatory Authority (LMHRA), Monrovia, Liberia
  • Medicines Control Agency (MCA) The Gambia, Banjul, Gambia
  • Medicines Control Authority of Zimbabwe (MCAZ), Harare, Simbabwe
  • Namibia Medicines Regulatory Council (NMRC), Windhoek, Namibia
  • Pharmacy Board of Sierra Leone (PBSL), Freetown, Sierra Leone
  • World Health Organization (WHO), Genf, Schweiz
  • InphA (Institute for Pharmaceutical and Applied Analytics), Bremen, Deutschland

Thematische Schwerpunkte

  • Arzneimittelzulassung und -sicherheit
  • Infektionsprävention und -kontrolle
  • One Health - Antimikrobielle Resistenzen

Fakten

Laufzeit

01.01.2026 - 31.12.2028

Budget

ca. 1.600.000 EUR

Projektländer

  • Botswana
  • Burundi
  • Gambia
  • Ghana
  • Liberia
  • Namibia
  • Sierra Leone
  • Simbabwe

Kontakt

Dr. Yvonne Urbach
Prof. Dr. Britta Hänisch
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3
53175 Bonn, Deutschland
Yvonne.Urbach@bfarm.de
Britta.Haenisch@bfarm.de

Aktivitäten

  • Forschung und Bereitstellung von Evidenz

    Das Projekt fördert angewandte Forschungsaktivitäten, insbesondere die Entwicklung und Validierung neuer analytischer Methoden und Verfahren zur Qualitätskontrolle in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese unterstützen den globalen Wissensaustausch und tragen zur Etablierung standardisierter Ansätze in der Arzneimittelqualitätskontrolle bei.

  • Netzwerkarbeit und Kooperation

    Das Projekt stärkt die strukturierte Zusammenarbeit zwischen nationalen Arzneimittelkontrolllaboren. Durch regionale Laborverbünde, gemeinsame Aktivitäten und die enge Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation wird der fachliche Austausch ausgebaut und nachhaltige Partnerschaften gefestigt.

  • Kapazitätsentwicklung

    Das Projekt stärkt die organisatorischen und technischen Kapazitäten nationaler Arzneimittelkontrolllabore. Es unterstützt die Einführung und Weiterentwicklung von Qualitätsmanagementsystemen, die strukturierte Planung von Verbesserungsmaßnahmen sowie die Ausrichtung der Labore an internationalen Laborstandards.

  • Training und Kompetenzentwicklung

    LabTrain 2.0 stärkt gezielt die Kompetenzen von Laborpersonal und Führungskräften. Durch praxisnahe Schulungen, Workshops, Mentoring und Train-the-Trainer-Formate werden fachliche, methodische und organisatorische Fähigkeiten nachhaltig ausgebaut.