PAcCIR
Öffentliche Gesundheitsmaßnahmen und Forschung für Côte d‘Ivoire
Kontext
Krankheitserreger mit Ausbruchs- und zoonotischem Potenzial stellen eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar, insbesondere wenn antimikrobielle Resistenzen (AMR) die Behandlungsmöglichkeiten einschränken. In beiden Fällen ist eine leistungsfähige laborgestützte Surveillance entscheidend, deren Daten in die nationale Gesundheitspolitik sowie in Maßnahmen zur Infektionsprävention und Ausbruchskontrolle einfließen. Das Projekt PAcCIR baut auf dem Vorgängerprojekt PAcCI auf. Ziel ist es, die Public-Health-Kapazitäten in Côte d’Ivoire zu stärken, da das Land ein erhöhtes Risiko für (zoonotische) Ausbrüche und AMR hat. Durch langfristige Partnerschaften unter der Leitung des Robert Koch-Instituts (RKI) integriert PAcCIR moderne Sequenziermethoden in Forschung, Diagnostik und Infektionsprävention. Außerdem richtet das Projekt das BSL-2-Labor am Universitätsklinikum in Bouaké (CHU de Bouaké) in Côte d’Ivoire als Bouaké als regionales Trainings- und Sequenzierungshub ein. Neben dem CHU de Bouaké gehören zu den langfristigen Partnerschaften auch das Helmholtz-Institut für One Health in Greifswald, Deutschland, und das Association Transformation for Development Institute in Bouaké, Côte d’Ivoire.Das Projekt umfasst drei Arbeitspakete. Es stärkt Laborkapazitäten und die One-Health-Forschung, entwickelt ein regionales AMR-Referenzzentrum und verbessert die Prävention postoperativer Wundinfektionen. Außerdem fördert das Projekt den regionalen Wissensaustauschs.
Ein zentrales Element von PAcCIR ist ein strukturiertes M.Sc.-Forschungsprogramm, welches angewandte Forschung mit intensivem Mentoring sowie Soft-Skills-Training verbindet. So fördert das Projekt den nachhaltigen Aufbau von Fachkräften im öffentlichen Gesundheitswesen.
Ziel
Verbesserung der genomischen und antimikrobiellen Surveillance sowie Infektionsprävention in Côte d’Ivoire
In Zusammenarbeit mit
- Centre Hospitalier et Universitaire de Bouaké, Côte d’Ivoire
- Association Transformation for Development Institute (T4DI), Bouaké, Côte d’Ivoire
- Helmholtz Institut für One Health, Greifswald, Deutschland
Thematische Schwerpunkte
Fakten
Aktivitäten
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Forschung und Bereitstellung von Evidenz
Das Projekt fördert Infektionsforschung, genomische Surveillance und One-Health-Forschung. Es führt außerdem eine Studie zur Verbesserung der Prävention postoperativer Wundinfektionen durch.
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Netzwerkarbeit und Kooperation
PAcCIR weitet die Zusammenarbeit mit dem National AMR Coordinating Committee aus und entwickelt ein regionales AMR-Referenzzentrum. Außerdem fördert das Projekt die langjährige Süd-Süd-Zusammenarbeit mit dem GHPP-Projekt PASQUALE mit jährlichen Austauschtreffen zu wissenschaftlichen Methoden, laufender Forschung und der Analyse vorläufiger Ergebnisse.
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Kapazitätsentwicklung
Das Projekt stärkt Programme zur Infektionsprävention und -kontrolle durch Öffentlichkeitsarbeit, Workshops und Schulungen und etabliert Workflows zur genomischen Surveillance.
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Training und Kompetenzentwicklung
Das Projekt integriert ein strukturiertes M.Sc.-Forschungsprogramm, das alle thematischen Arbeitspakete verbindet und ein intensives Mentoring sowie Soft-Skills-Trainings beinhaltet, welches den nachhaltigen Aufbau von Fachkräften im öffentlichen Gesundheitswesen fördert.