PharmTrain3
Aufbau und Vervielfältigung regulatorischer Kapazitäten in der Arzneimittelzulassung
Kontext
Zunehmende Ausbrüche von Infektionskrankheiten, wachsende Antibiotikaresistenzen sowie chronische Erkrankungen stellen Gesundheitssysteme weltweit vor große Herausforderungen. Vernetzte und gut funktionierende Arzneimittelbehörden tragen dazu bei, dass Menschen rechtzeitig Zugang zu sicheren, wirksamen und hochwertigen Arzneimitteln und Impfstoffen haben. Dies führt zu mehr Versorgungssicherheit und entlastet Gesundheitssysteme. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation könnten eine bessere Verfügbarkeit und eine sichere Anwendung von Arzneimitteln und Impfstoffen bis zu 10 Millionen Menschenleben pro Jahr retten. In vielen Ländern Subsahara-Afrikas sind derzeit die nötigen Ressourcen und Erfahrungen, um Arzneimittel zuverlässig und effizient zu bewerten, nicht ausreichend vorhanden. PharmTrain3 stärkt deshalb die Mitarbeitenden nationaler Arzneimittelbehörden. Basierend auf dem Train-the-Trainer-Ansatz werden sie zu Trainerinnen und Trainern mit Fokus auf die klinische Bewertung und biologische Arzneimittel ausgebildet. In regionalen Trainings geben sie das Wissen effektiv weiter. Dadurch werden nicht nur die Kapazitäten in den Arzneimittelbehörden erhöht, sondern auch ein Netzwerk aufgebaut, das Vertrauen und Kooperation zwischen benachbarten Behörden stärkt. Das Projekt baut auf der vorherigen Projektphase (PharmTrain2) auf und arbeitet eng mit nationalen Behörden sowie regionalen und internationalen Partnern zusammen. Dazu gehören die African Union Development Agency, die African Medicines Agency und die Weltgesundheitsorganisation.
Ziel
Verbesserung der Arzneimittelsicherheit in Afrika durch den Aufbau und die Vervielfältigung regulatorischer Kapazitäten zur Bewertung von Zulassungsanträgen in teilnehmenden afrikanischen Arzneimittelbehörden
In Zusammenarbeit mit
- African Union Development Agency-New Partnership for Africa’s Development Agency (AUDA-NEPAD), Midrand, Südafrika
- Egyptian Drug Authority (EDA), Kairo, Ägypten
- Food And Drugs Authority (FDA) Ghana, Accra, Ghana
- Food and Drug Authority (FDA) Rwanda, Kigali, Ruanda
- Medicines Control Authority of Zimbabwe (MCAZ), Harare, Simbabwe
- National Agency for Food and Drug Administration and Control (NAFDAC) Nigeria, Abuja, Nigeria
- National Drug Authority (NDA) Uganda, Kampala, Uganda
- Pharmacy and Poisons Board (PPB) Kenya, Nairobi, Kenia
- SADC-MRH Secretariat (Hosted by: Medicines Control Authority of Zimbabwe (MCAZ), Harare, Simbabwe
- South African Health Products Regulatory Authority (SAHPRA), Pretoria, Südafrika
- Tanzania Medicines and Medical Devices Authority (TMDA), Dar es Salaam, Tansania
- World Health Organization (WHO), Genf, Schweiz
- Paul-Ehrlich-Institut, Deutschland
Thematische Schwerpunkte
Fakten
Aktivitäten
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Netzwerkarbeit und Kooperation
Das Projekt stärkt die Vernetzung und Zusammenarbeit afrikanischer Arzneimittelbehörden über Länder- und Regionsgrenzen hinweg. Regelmäßiger Austausch und langfristige Kooperation schaffen Vertrauen und unterstützen die gegenseitige Anerkennung regulatorischer Entscheidungen. Zudem begleitet das Projekt technische Ausschüsse im Kontext der African Medicines Agency (AMA) und unterstützt den schrittweisen Aufbau und die Operationalisierung der AMA.
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Kapazitätsentwicklung
Assessorinnen und Assessoren in nationalen Arzneimittelbehörden werden durch strukturierte Schulungsmaterialien gezielt qualifiziert. Diese vermitteln Grundlagenwissen und ein einheitliches Vorgehen für die klinische Bewertung sowie die Beurteilung von Biosimilars. Regionale Trainingsformate werden durch eLearning-Module ergänzt, um Inhalte dauerhaft verfügbar zu machen und die Weitergabe über Länder- und Regionsgrenzen hinweg zu stärken.
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Training und Kompetenzentwicklung
Train-the-Trainer-Fellowships und regionale Trainings stärken die Kompetenzen zur Bewertung von Zulassungsanträgen, insbesondere zur klinischen Bewertung und zu biologischen Arzneimitteln (einschließlich Biosimilars und synthetischer Peptide). Alumni führen Trainingsreihen durch, während parallel eine neue Kohorte startet. Die Inhalte orientieren sich an internationalen Leitlinien (WHO/ICH) und Praxisbeispielen.