SCAPHeR
Stärkung der Kapazitäten in der angewandten Public-Health-Forschung unter Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in GHPP-Regionen
Kontext
Regierungen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen leiden unter Mangel an qualifiziertem Personal im Bereich der Public-Health-Forschung. Dies schränkt die Fähigkeit ein, lokale Gesundheitsprobleme anzugehen und trägt zu erhöhter Mortalität und Morbidität bei. Das Projekt SCAPHeR baut auf dem GHPP-Projekt CARe auf und stärkt Kapazitäten für angewandte Public-Health-Forschung in den öffentlichen Diensten der WHO-Regionen Afrika (AFRO) und östliches Mittelmeer (EMRO). Ziel des Projekts ist es, die Fähigkeiten in angewandter Public-Health-Forschung zu verbessern, institutionelle Forschungskapazitäten zu stärken sowie nachhaltige Communities of Practice zu etablieren. Das Robert Koch-Institut (RKI) implementiert gemeinsam mit der Oswaldo Cruz Foundation (FIOCRUZ), den Gesundheitsministerien in Namibia und dem Jordan Centre for Disease Control ein kombiniertes Online- und Präsenz-Train-the-Trainer-Programm für 30 Beschäftigte, die anschließend Kollegen in ihren Institutionen schulen. Außerdem unterstützt SCAPHeR acht kooperative Forschungsprojekte mit lokalem Public-Health-Bezug. Die Projekte werden von den Trainees in Zusammenarbeit mit leitenden Forschenden des RKI und der FIOCRUZ durchgeführt und durch Finanzierung, Mentoring und Disseminationsaktivitäten unterstützt.
Ziel
Stärkung von Public-Health-Forschungskapazitäten im öffentlichen Dienst in ausgewählten Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen in WHO AFRO und EMRO
In Zusammenarbeit mit
- Ministry of Health and Social Services Namibia (MoHSS, Anlaufstelle für WHO Africa), Windhoek, Namibia
- Jordan Centre for Disease Control (JCDC, Anlaufstelle für WHO Eastern Mediterranean), Amman, Jordanien
- Oswaldo Cruz Foundation (FIOCRUZ, Mitwirkende in der Forschung), Rio de Janeiro, Brasilien
Thematische Schwerpunkte
Fakten
Aktivitäten
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Forschung und Bereitstellung von Evidenz
Das Projekt unterstützt die Entwicklung und Umsetzung von acht kooperativen Forschungsprojekten von lokaler Public-Health-Bedeutung durch Finanzierung, Mentoring, Austausch unter den Trainees sowie strukturierte Disseminationsmaßnahmen. Damit gewährleistet es die effektive Umsetzung und Wissenstransfer. Die Projekte werden von Trainees der ersten Ebene in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Forschenden des RKI und der FIOCRUZ geleitet.
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Netzwerkarbeit und Kooperation
Das Projekt fördert die Zusammenarbeit mit internationalen, regionalen und lokalen Partnern, einschließlich nationaler Institute für öffentliche Gesundheit (National Public Health Institutes; NPHIs), Gesundheitsministerien in den WHO- AFRO und -EMRO Regionen, Namibias MoHSS, das Jordan CDC, der FIOCRUZ in Brasilien sowie der International Association of National Public Health Institutes (IANPHI).
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Training und Kompetenzentwicklung
30 Mitarbeitende des öffentlichen Dienstes aus den WHO-AFRO und -EMRO Regionen werden auf Wettbewerbsbasis ausgewählt und in Forschungsmethoden, angewandter Public-Health-Forschung, Forschungsumsetzung und Forschungsleitung geschult. Nach dem Training-of-Trainers-Ansatz bilden die Trainees der ersten Ebene weitere Mitarbeitende in ihren Heimatinstitutionen aus, wodurch lokale Verantwortungsübernahme gestärkt und die Nachhaltigkeit sichergestellt wird.