CARe

Stärkung von Kapazitäten in der angewandten Public Health Forschung in GHPP-Partnerländern


Kontext

Qualitativ hochwertige Evidenz ist für den öffentlichen Gesundheitsschutz von entscheidender Bedeutung, da sie zur frühzeitigen Erkennung von Gesundheitsbedrohungen und zu einer evidenzbasierten Politikgestaltung beiträgt. Zum Generieren von Evidenz benötigen die Länder jedoch umfassende Kapazitäten zur Gesundheitsforschung, um die Krankheitslast zu analysieren, potenzielle Bedrohungen zu identifizieren, Prioritäten zu setzen und die Umsetzung der Forschungsergebnisse für den Schutz der öffentlichen Gesundheit zu begleiten. In Subsahara-Afrika gibt es noch viel ungenutztes Potenzial zur Verbesserung derartiger Kapazitäten, und insbesondere zu deren Anpassung an die Bedürfnisse der jeweiligen nationalen Institute für öffentliche Gesundheit (national public health institutes, NPHI) und Gesundheitsministerien (ministries of health, MoH). Mit dem CARe-Projekt sollen Kapazitäten in der angewandten öffentlichen Gesundheitsforschung aufgebaut und die Süd-Süd-Forschungszusammenarbeit zwischen GHPP-Partnerinstitutionen in Afrika gestärkt werden. Dabei werden Kapazitäten in allen Aspekten des Public Health Forschungszyklus geschaffen, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Forschungsmethoden, dem Schreiben von Förderanträgen und der Verbreitung von Forschungsergebnissen. Das Projekt richtet sich an Personal, Early Career Researchers und Studierende in zentralen Forschungs- und Regierungsinstitutionen. Es trägt zur strukturellen Verbesserung einer evidenzbasierten Entscheidungsfindung in Namibia und anderen GHPP-Partnerländern in Afrika bei und hilft ihnen, Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit besser zu verhindern, zu erkennen und effektiv zu bekämpfen.

Ziel

Aufbau von Forschungskapazitäten in der angewandten öffentlichen Gesundheitsforschung und Stärkung der Süd-Süd-Forschungszusammenarbeit zwischen GHPP-Partnerinstitutionen in Namibia und anderen afrikanischen Ländern, um qualitativ hochwertige Evidenz für die Entscheidungsfindung im Public Health Sektor zu erzeugen.

In Zusammenarbeit mit

  • Health Information and Research Directorate in the Namibian Ministry of Health and Social Services (MoHSS Namibia/HIRD), Namibia

Thematische Schwerpunkte

  • Arzneimittelzulassung und -sicherheit
  • Stärkung von Public Health Systemen

Fakten

Laufzeit

01.01.2023 - 31.12.2025

Budget

ca. 1.500.000 Euro

Partnerländer

  • Namibia

Durchführendes Institut

Robert Koch-Institut

Kontakt

Dr. Heide Weishaar
Dr. Francisco Pozo Martin

Robert Koch-Institut (RKI)
Nordufer 20, 13353 Berlin, Deutschland

E-Mail:
WeishaarH@rki.de
Pozo-MartinF@rki.de

Aktivitäten

  • Training und Kompetenzentwicklung

    Unterstützung von Nachwuchsforschenden und Senior-Forschenden bei der Beantragung internationale Fördermittel durch die gemeinsame Entwicklung eines Förderantrags zur Einreichung bei einer externen Fördereinrichtung.
  • Forschung und Bereitstellung von Evidenz

    Durchführung von Pilotforschungsprojekten zu lokal relevanten Public Health-Herausforderungen in GHPP-Partnerländern in Subsahara-Afrika.
  • Kapazitätsentwicklung

    Aufbau von Kapazitäten in allen Aspekten der Forschungszyklus durch Training von Personal, Early Career Researchern und Studierenden in NPHI und MoH, mit besonderem Schwerpunkt auf Forschungsmethoden, dem Schreiben von Forschungsanträgen und der Verbreitung von Forschungsergebnissen; Betreuung gemeinsamer Master-Arbeiten von Studierenden, die an einer namibischen Universität Public Health oder verwandte Fächer studieren.

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