NiCaDe III
Nigeria Centre for Disease Control and Prevention: Aufbau von Kapazitäten zur Verhinderung und Bewältigung von Infektionskrankheiten
Kontext
Das Nigeria Centre for Disease Control and Prevention (NCDC) und das Robert Koch-Institut (RKI) arbeiten seit über zehn Jahren eng zum globalen Gesundheitsschutz, insbesondere bei der Bewältigung von Infektionskrankheiten zusammen. Im GHPP-Projekt NiCaDe II (2023-2025) standen der Ausbau nationaler Kapazitäten zur Eindämmung antimikrobieller Resistenzen, zur Erkennung von viraler Hepatitis und Rotaviren, Stärkung der Infektionsprävention, und Verbesserung der Forschungssteuerung im NCDC im Mittelpunkt. Mit NiCaDe III wird diese Zusammenarbeit fortgesetzt und nachhaltig ausgebaut. Ziel ist es, die Erkennung, Untersuchung, Vorbeugung und Eindämmung von Infektionskrankheiten weiter zu stärken. Dies geschieht in vier Teilprojekten: Das erste Teilprojekt Viral Surveillance (VIRSURV) zielt darauf ab, die virale Sentinel-Surveillance in Nigeria strukturell, technisch und nachhaltig zu stärken. Es weitet die Surveillance-Kapazitäten auf andere virale Krankheitserreger und zwei weitere geopolitische Zonen aus und integriert die erzielten Erfolge in nationale und internationale Programme und Strategien. Desweiteren zielt das zweite Teilprojekt Antimicrobial Resistance (AMR) darauf ab, den rationellen Einsatz von Antibiotika durch den Ausbau eines Netzwerk-Mentoring-Modells für Diagnostik und Antibiotikastewardship zu verbessern, auch auf Gemeindeebene. Das Projekt unterstützt die Einbindung der Ergebnisse in Nigerias nationale AMR-Strategie und das Nationale Referenzlabor. TRANSFORM stellt das dritte Teilprojekt dar. Der „Participatory Approach to Learning in Systems – PALS“ wird neben der Verbesserung von Infektionsprävention und -kontrolle in Krankenhäusern in Nigeria auf zwei weitere Bereiche ausgedehnt. Der Ansatz stärkt die gemeindeorientierte Infektionsprävention und den lokalen Gesundheitsschutz. Außerdem kommt PALS auch bei der Organisationsentwicklung der Abteilung „Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung“ des NCDC zum Einsatz. Das vierte Teilprojekt Research Governance (RGov) zielt darauf ab, die Forschungssteuerung am NCDC nachhaltig zu verankern und zu stärken. Es unterstützt die Einrichtung von Ethik- und Überprüfungsausschüssen und fördert die wissenschaftliche Verantwortung und Einhaltung guter wissenschaftlicher Standards.
Ziel
Verbesserung der Prävention, Surveillance und Kontrolle von Infektionskrankheiten in Nigeria durch Stärkung zentraler Kapazitäten des Nigeria Centre for Disease Control (NCDC)
In Zusammenarbeit mit
- Nigeria Centre for Disease Control and Prevention (NCDC)
Thematische Schwerpunkte
Fakten
Aktivitäten
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Forschung und Bereitstellung von Evidenz
Das Projekt führt implementierungsbegleitende Forschung zur nationalen viralen Surveillance sowie zu Maßnahmen gegen antimikrobielle Resistenzen durch. Es analysiert Prozesse und Strukturen zur nachhaltigen Integration dieser Aktivitäten in nationale Programme und unterstützt bei der Überführung wissenschaftlicher Evidenz in strategische Entscheidungsprozesse und Qualitätssicherung.
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Netzwerkarbeit und Kooperation
Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit zwischen NCDC, RKI, Laboren, Gesundheitseinrichtungen und lokalen Gemeinden zur Prävention und Kontrolle von Infektionskrankheiten. Es fördert die Einbindung in nationale und internationale Netzwerke sowie unterstützt formalisierte Kooperationsstrukturen zur langfristigen Sicherung der Projektergebnisse.
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Kapazitätsentwicklung
NiCaDe III stärkt institutionelle Strukturen in den Bereichen virale Surveillance, Infektionsprävention und -kontrolle, antimikrobielle Resistenzen sowie Forschungssteuerung. Das Projekt entwickelt organisatorische Prozesse, Qualitätsstandards und Governance-Mechanismen zur nachhaltigen Verankerung von Public-Health-Funktionen weiter und intensiviert die gemeindeorientierte Public-Health-Arbeit.
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Training und Kompetenzentwicklung
Das Projekt führt Trainings, Workshops, Coaching und partizipative Lernformate für Fachpersonal des NCDC und kooperierender Einrichtungen durch. Es fördert praxisnahe Kompetenzen in Surveillance, Stewardship, gemeindeorientierter Public-Health-Arbeit, Organisationsentwicklung und Forschungsethik.