OH NET
One-Health-Netzwerke zur Stärkung der Prävention, Erkennung und Bekämpfung von AMR und Zoonosen in Afrika
Kontext
In den Projektländern von OH-NET stehen Gesundheitssysteme sowie Tiergesundheitsdienste vor vielfältigen Herausforderungen. Die weitverbreitete Infektionsgefahr durch endemisch vorkommende Erreger mit zoonotischem Potenzial stellt ebenso ein Risiko dar wie das Aufkommen und die Verbreitung von Erregern mit epidemischem Potenzial und die Entstehung und Weiterverbreitung von antimikrobiellen Resistenzen (AMR). Unter anderem setzen begrenzte Diagnosekapazitäten und unzureichende Ressourcen für Surveillance und Prävention Ökosysteme, Tier- und Menschengesundheit unter Druck. Das Hauptziel des Projekts ist es, die Umsetzung des One-Health-Ansatzes in der Zielregion Subsahara-Afrika mit besonderem Fokus auf die Zusammenarbeit mit veterinärmedizinisch-landwirtschaftlichen Einrichtungen zu stärken. Basierend auf etablierten Kontakten in den Schwerpunktländern Namibia, Nigeria, Tansania (Fokus Sansibar) und Ghana stärkt das Projekt außerdem weiterhin ein nachhaltiges Netzwerk, das durch Vorgängerprojekte in den vorangegangenen GHPP-Phasen aufgebaut wurde. Die Prioritäten der Zusammenarbeit wurden von den Projektländern festgelegt: (i) Stärkung der Erkennung, Prävention und Kontrolle endemischer und neu auftretender zoonotischer Krankheiten; (ii) Stärkung der Tollwutbekämpfung; (iii) Kontrolle bakterieller AMR; (iv) Durchführung länderspezifischer Prozesse zur evidenzbasierten Politikformulierung; und (v) Aufbau einer für One Health relevanten Öffentlichkeitsarbeit, die auch marginalisierte Gemeinschaften erreicht (teilweise verbunden mit „COPE II“). Ein zentrales Instrument der Umsetzung ist die Einbindung lokaler Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie deren gezielte Heranführung an die praktische Anwendung des One-Health-Ansatzes. Insgesamt fördert das Projekt die sektorübergreifende Zusammenarbeit und stärkt eine nachhaltige regionale Integration im Sinne einer „Community of Practice“.
Ziel
Verbesserung der Implementierung des One-Health-Ansatzes auf nationaler Ebene in Namibia, Nigeria, und Tansania/Sansibar sowie auf regionaler Ebene in Subsahara-Afrika
In Zusammenarbeit mit
- National Veterinary Research Institute, Vom, Nigeria
- Central Veterinary Laboratory, Windhoek, Namibia
- Zanzibar Agriculture and Livestock Research Institute, Sansibar, Tansania
- Federal University of Agriculture Abeokuta, Nigeria
- University of Namibia, Windhoek and Neudamm Campus, Namibia
- Ministry of Environment and Tourism, Windhoek and Okaukuejo, Namibia
- Kumasi Centre for Collaborative Research in Tropical Medicine (KCCR), Kumasi, Ghana
- WHO Regional Office for Africa, Brazzaville, Republik Kongo
- WHO Headquarters, Genf, Schweiz
- Robert Koch-Institut, Berlin, Deutschland
- Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg, Deutschland
- Technologiezentrum Wasser, Karlsruhe, Deutschland
Thematische Schwerpunkte
Fakten
Aktivitäten
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Forschung und Bereitstellung von Evidenz
OH-NET baut die Überwachung und Erforschung von prioritären zoonotischen Krankheitserregern anhand von Feldstudien an der Schnittstelle von Nutz- und Wildtieren aus. Außerdem baut das Projekt Kapazitäten in One Health und evidenzbasierter Politikgestaltung (EIP) aus und bewertet One Health-Herausforderungen ländlicher Bevölkerungsgruppen.
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Netzwerkarbeit und Kooperation
Das Projekt stärkt den fachlichen, inter- und transsektoralen Wissensaustauschs, fördert die Interaktion von Experten hinsichtlich regionaler Herausforderungen und stärkt Süd-Süd Netzwerke im One-Health-Bereich.
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Kapazitätsentwicklung
Das Projekt baut Kapazitäten in den Bereichen Labordiagnostik, Krankheitsüberwachung, und Evidenzsynthese aus und entwickelt eine One Health-Forschungsagenda zur Verbesserung der Gesamtreichweite des One Health-Ansatzes auf politischer Ebene. Außerdem verstetigt OH-NET die Forschungsansätze durch Einbeziehung der Jugend.
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Training und Kompetenzentwicklung
OH-NET beinhaltet Forschungsaufenthalte im Austausch zwischen Projektpartnern und gestaltet und führt Trainings, Workshops und Netzwerkveranstaltungen durch. Darüber hinaus unterstützt das Projekt Master- und Dissertationsvorhaben vor Ort.