SMILE

Stärkung der Kapazitäten mobiler Labore für gesundheitliche Notlagen

Trainee übt den sachgerechten Umgang mit einer Glovebox (Quelle: RKI)

Kontext

Schnell einsatzfähige mobile Labore (Rapid Response Mobile Laboratories; RRMLs) leisten wichtige Unterstützung bei Krankheitsausbrüchen, Naturkatastrophen und humanitären Krisen, indem sie Diagnostik vor Ort ermöglichen. In solchen Notfällen kann es zu Engpässen bei personellen und infrastrukturellen Ressourcen kommen, was die Notwendigkeit flexibler und einsatzfähiger Laborlösungen unterstreicht. SMILE stärkt die Notfallkapazitäten in Deutschland, Europa und Westafrika durch die Umsetzung von drei Maßnahmen. Das Projekt erweitert den RRML-Expertenpool durch Grundlagenschulungen für neue Mitarbeitende und jährliche Auffrischungsschulungen für Personal mit Erfahrung im Einsatz von RRMLs. Es fördert die Interoperabilität zwischen Notfallmedizinischen Teams (Emergency Medical Teams; EMTs) und mobilen Laboren durch eine Partnerschaft mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und dem RKI-Zentrum für internationalen Gesundheitsschutz, um PCR-Diagnostik in die EMT-Einsätze zu integrieren. Außerdem stärkt SMILE die RRML-Kapazitäten in Westafrika durch den Ausbau der bestehenden Partnerschaft mit dem Centre Hôspitalier et Universitaire de Bouaké in Côte d‘Ivoire. Dies wird mittels der Reaktivierung der mobilen Laboreinheit, die vom RKI während des Ebola-Ausbruchs 2014 gespendet wurde, realisiert. Darüber hinaus stärkt das Projekt die regionale Vorsorge und sichert nachhaltig lokale Fachkompetenz, indem es den Aufbau eines westafrikanischen Netzwerks für RRMLs in Zusammenarbeit mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin fördert.

 

Ziel

Verbesserung der globalen Notfallvorsorge und Katastrophenhilfe durch Stärkung der Kapazitäten sowie der internationalen Zusammenarbeit mobiler Labore

 

In Zusammenarbeit mit

  • Centre Hôspitalier et Universitaire de Bouaké (CHU), Bouaké, Côte d‘Ivoire​
  • Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Berlin, Deutschland
  • Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg, Deutschland

Thematische Schwerpunkte

  • Ad-hoc-Einsätze
  • Krisenreaktion
  • Labordiagnostik

Fakten

Laufzeit

01.01.2026 - 31.12.2028

Budget

ca. 510.000 EUR

Projektländer

  • Côte d'Ivoire
  • Gambia

Durchführendes Institut

Robert Koch-Institut

Kontakt

Dr. Veronica Briesemeister
Dr. Sabrina Weiß
Robert Koch-Institut (RKI)
Nordufer 20
13353 Berlin, Deutschland
BriesemeisterV@rki.de
WeissS@rki.de

Aktivitäten

  • Training und Kompetenzentwicklung

    SMILE fokussiert sich auf den Aufbau mobiler Laborkapazitäten durch Grund- und Auffrischungsschulungen in Deutschland und Côte d‘Ivoire, um so den Personalbestand für den Einsatz in RRMLs in Europa und Westafrika zu erweitern.

  • Netzwerkarbeit und Kooperation

    SMILE stärkt die Interoperabilität zwischen mobilen Laborkapazitäten und an deren Mechanismen der Krisenreaktion wie medizinischen Notfallteams, durch eine bereits etablierte Kollaboration mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Parallel dazu unterstützt das Projekt den Aufbau eines regionalen Netzwerks für RRMLs, wobei es eng mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin zusammenarbeitet.

  • Kapazitätsentwicklung

    Regelmäßige RRML-Übungen halten Personal und Laborausstattung einsatzfähig und sichern die Reaktionsfähigkeit im Notfall. Durch die Reaktivierung des RRML in Côte d’Ivoire sowie den Ausbau qualifizierten Personals und die Stärkung regionaler Zusammenarbeit in Westafrika stärkt SMILE die langfristige diagnostische Kapazität und befähigt Partner, rasch auf Ausbrüche zu reagieren.