COPE II
Gemeindebasierte One-Health-Strategie für Partizipation und Empowerment bei One-Health-Interventionen – Phase II (Evaluierungsphase)
Kontext
Das Lassa-Fieber (LF) stellt weiterhin eine erhebliche Belastung für die öffentliche Gesundheit in Nigeria und anderen westafrikanischen Ländern dar. Das Virus wird überwiegend durch Nagetiere auf den Menschen übertragen und entsteht an der Schnittstelle zwischen Mensch-Tier-Umwelt-Interaktionen. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit eines konsequenten One-Health (OH)-Ansatzes zur Risikoreduktion. Konventionelle Strategien zum Risikomanagement sind jedoch oft kurzfristig und wenig wirksam, da extern gesteuerte Interventionen selten nachhaltige, gemeindegetragene Strukturen zur Risikominderung im lokalen Kontext etablieren. In einer globalisierten Welt erhöht dieses Defizit das Risiko von grenzüberschreitenden Ausbrüchen. Als Antwort darauf wurde 2023 die gemeindebasierte Strategie des „One-Health-Participatory-Empowerment (COPE)“ entwickelt, um gemeinschaftlich priorisierte OH-Herausforderungen im Bundesstaat Ebonyi in Nigeria nachhaltig zu reduzieren. Gemeindebasierte Ansätze zur Risikominderung umfassten lokal organisierte Aufklärungskampagnen, sicherere Lebensmittelaufbewahrung und regelmäßige Umweltreinigungsmaßnahmen. COPE II baut auf dem Vorgängerprojekt COPE auf. Die Strategie wird weiterentwickelt und systematisch auf Nachhaltigkeit, Wirksamkeit und Übertragbarkeit in andere regionale und krankheitsspezifische Kontexte geprüft. Gemäß seinem OH-Ansatz umfasst die Projektpartnerschaft das Nigeria Centre for Disease Control and Prevention (Nigeria CDC), das National Veterinary Research Institute in Nigeria und dessen deutsches Pendant, das Friedrich-Löffler-Institut, sowie den Fachbereich für Umweltgesundheit der University of Ibadan.
Ziel
Reduzierung des Lassa-Fieber (LF) -Infektionsrisikos in zwei Gemeinden in Nigeria durch Umsetzung und Erprobung eines partizipativen Ansatzes
In Zusammenarbeit mit
- Nigeria Centre for Disease Control and Prevention (NCDC), Abuja, Nigeria
- University of Ibadan (UoI), Ibadan, Nigeria
- National Veterinary Research Institute Nigeria (NVRI), Vom, Nigeria
- Friedrich-Loeffler-Institut, Insel Riems, Deutschland
- Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg, Deutschland
Thematische Schwerpunkte
Fakten
Aktivitäten
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Forschung und Bereitstellung von Evidenz
COPE II stellt evidenzbasierte Erkenntnisse zur Wirksamkeit, Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit gemeindebasierter OH-Strategien zur Verringerung von OH-Risiken in ländlichen Regionen Südnigerias bereit. Dies geschieht auf Grundlage von OH-Risikobewertungen und anthropologischer Langzeitforschung als Teil eines Mixed-Methods-Ansatzes, der epidemiologische, tiermedizinische, umweltbezogene und soziokulturelle Daten integriert.
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Netzwerkarbeit und Kooperation
Das Projekt stärkt die intersektorale OH-Kooperation zwischen deutscher und nigerianischer Gesundheitsversorgung, Veterinärs- und Umweltgesundheit. Es fördert die regionale, nationale und kontinentale Vernetzung sowie den Wissensaustausch zu gemeindebasierten und partizipativen OH-Ansätzen. Es erweitert außerdem die nachhaltige, gerechte Zusammenarbeit im Bereich OH.
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Kapazitätsentwicklung
Das Projekt stärkt die öffentlichen Gesundheitskapazitäten in Nigeria durch die Unterstützung der erfolgreichen Entwicklung und Umsetzung einer gemeinschaftsgeleiteten OH-Strategie zur Verringerung von OH-Risiken. Dieses Vorhaben wird durch die Evaluierung des COPE-Handbuchs sowie die Integration der COPE-Strategie in bestehende lokale, nationale und regionale Strukturen unterstützt. Dies umfasst auch die Schulung von gemeindebasierten Mediatoren in Nigeria.
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Unterstützung der Politik
Während COPE II wird die COPE-Strategie gemeinschaftsgeleiteter Ansätze zur Verringerung von Infektionsrisiken in mehreren Programmen des Nigeria CDC zum Gesundheitsschutz und zur Gesundheitsförderung eingesetzt, um Verbesserungen im nationalen öffentlichen Gesundheitswesen zu unterstützen. Dies steht zudem im Einklang mit der Komponente des Gemeinschaftsschutzes in der WHO-Strategie zur Prävention, Vorsorge, Resilienz und Reaktion im Bereich gesundheitlicher Notlagen.