STRAIN
Stärkung der Diagnostik für hochinfektiöse Bakterien in Madagaskar
Kontext
Seitens Madagaskars besteht ein akuter Bedarf an verbesserten diagnostischen Möglichkeiten für Yersinia pestis und Vibrio cholerae. Yersinia pestis ist in Madagaskar endemisch und besitzt daher eine herausragende gesundheitspolitische Bedeutung. Vibrio cholerae gewinnen im Zuge des Klimawandels sowohl lokal als auch global an Relevanz und sind zuletzt insbesondere durch einen Ausbruch auf den Komoren verstärkt in den Fokus gerückt. Das Projekt STRAIN knüpft an das GHPP-Projekt ABCM an. In diesem Rahmen arbeiten Mitarbeitende des „Zentrums für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene, Hochpathogene mikrobielle Erreger“ (ZBS2) am RKI gemeinsam mit dem madagassischen Partnerinstitut Laboratoire d’Analyses Médicales Malagasy (LA2M) am Aufbau nationaler Diagnostikkapazitäten. Der Schwerpunkt liegt auf für Madagaskar relevanten Infektionserregern, insbesondere im Bereich der Diagnostik hochpathogener Bakterien. Der gezielte Ausbau der Laborkapazitäten stärkt die nationale Surveillance und ermöglicht deren Einbindung in One-Health-Ansätze. Dadurch wird die Vorsorge gegenüber zukünftigen Ausbruchsgeschehen verbessert und eine effektivere Reaktion auf gesundheitliche Bedrohungen unterstützt.
Ziel
Verbesserung der Diagnostik von bakteriellen Erregern in Madagaskar durch Unterstützung der Etablierung des ersten nationalen Referenzlabors in öffentlicher Hand
In Zusammenarbeit mit
- Laboratoire d’Analyses Médicales Malagasy (LA2M) of the Ministry of Health of Madagascar (MoH), Antanarivo, Madagaskar
Thematische Schwerpunkte
Fakten
Aktivitäten
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Kapazitätsentwicklung
Das Projekt etabliert grundsätzliche Verfahrensabläufe zur Arbeit mit pathogenen Bakterien und verbessert die Laborinfrastruktur sowie das Qualitätsmanagementsystem.
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Training und Kompetenzentwicklung
STRAIN führt Biosicherheitstrainings, Zertifizierung von Technikern zur Wartung und Reparatur von Sicherheitswerkbänken und Glovebox-Training durch.