COPE I Projektabschluss: Verbreitung der Ergebnisse und gemeinsame Bilanz
Der Abschluss von COPE I stand im Zeichen zweier wichtiger Ereignisse: Zum einen wurden Forschungsergebnisse und One-Health-Erkenntnisse mit der lokalen Projekt-Gemeinde in Südost-Nigeria geteilt. Zum anderen traf man sich, um bisherige Erfolge zu feiern und die Planung der Phase II von COPE voranzutreiben.
In den vergangenen drei Jahren hat das COPE-Projekt eine Strategie getestet, welche gemeindegenerierte und gemeinschaftsgeförderte Ansätze (community-driven approaches) zur Verringerung der Folgen durch Lassafieber im Rahmen eines One-Health- und Aktionsforschungansatzes in Südost-Nigeria fördert. Integraler Bestandteil der COPE-Strategie sind systematische Rückführungsprozesse von Forschungsergebnissen an die beteiligten Gemeinschaften in Formaten, die vor Ort sinnvoll und praktisch nutzbar sind.
Im November 2025 führten Teammitglieder aller COPE-Partnerinstitutionen in Nigeria Maßnahmen zur Ergebnisverbreitung im Bundesstaat Ebonyi durch. Diese Schritte markierten den Übergang zum Ende der ersten Projektphase. Daran beteiligt waren Delegierte des Nigeria Centre for Disease Control and Prevention (NCDC, Projektleitung), des National Veterinary Research Institute (NVRI) und der University of Ibadan (UI). Gemeinsam brachten die Beteiligten Expertise aus Epidemiologie, Veterinär- und Umweltgesundheit sowie Anthropologie zusammen.
Die präsentierten Ergebnisse basierten auf multisektoraler Forschung, die darauf ausgelegt war, Veränderungen im Zusammenhang mit den gemeindegeführten Gesundheitsmaßnahmen aufzuzeigen. Sie wurden mit Stakeholdern auf nationaler und bundesstaatlicher Ebene sowie mit der Gemeinde geteilt. Diese Stakeholder begrüßten den gemeindeorientierten Ansatz ausdrücklich, hoben frühe Anzeichen verbesserter risikomindernder Praktiken hervor und bekundeten Interesse daran, lokal entwickelte Gesundheitsaktionskonzepte zu verstetigen und zu skalieren.
„Das ist das erste Mal, dass Forschungsergebnisse, die in unserem Ort entstanden sind, auch in einer verständlichen und für uns nutzbaren Form wieder zurückgegeben wurden.“
— Lokale Autorität aus Ebonyi, Nigeria
Die Verbreitung der Ergebnisse war darauf ausgelegt, nicht nur Ergebnisse zu teilen, sondern auch zu reflektieren, wie Forschungsergebnisse so kommuniziert werden können, dass sie verständlich sind und alltägliche Nutzung unterstützen. Zentrales Mittel dafür war ein Kalender, der sich am Igbo-Kalender orientiert – einem viertägigen Zyklus, der die lokalen Rhythmen von Arbeit, Märkten und Gemeinschaftsleben prägt. Der Kalender präsentiert ausgewählte One-Health-Erkenntnisse aus dem COPE-Projekt. Anschauliche Visualisierungen und lokal übersetzte Botschaften vermitteln zentrale Forschungserkenntnisse und verankern sie in einem Alltagsgegenstand, der das ganze Jahr über genutzt werden kann.
Die Verbreitung der Forschungsergebnisse in der Gemeinde umfassten öffentliche Versammlungen, Ankündigungen durch lokale Ausruferinnen und Ausrufer sowie Präsentationen in der lokalen Sprache. Letztere wurden moderiert von Mitgliedern des COPE-Teams, die im Verlauf des Projekts eng mit der Gemeinde vor Ort zusammengearbeitet hatten. Mitglieder der Gemeinde und lokale Stakeholder waren während der Disseminationstage aktiv eingebunden. Die Rückmeldungen aus der Gemeinde betonten die Bedeutung transparenter Feedbackschleifen und der Bereitstellung von Ergebnissen in einer Form, die an lokale Praktiken und Routinen anknüpft und integrieren lässt.
Anfang Dezember 2025 brachte ein finales Projekt-Review-Meeting in Abuja alle Projektpartner zusammen, um die Erfolge der ersten Projektphase zu reflektieren und zu würdigen. Im Mittelpunkt standen Erkenntnisse und Lessons Learned aus Forschung und Umsetzung. Mit Blick nach vorn diskutierte das Team praktische Wege, die Zusammenarbeit zwischen thematischen Sub-Teams sowie mit Akteuren auf Bundesstaats- und lokaler Ebene weiter zu stärken. Außerdem entwarfen die Beteiligten einen ersten Arbeitsplan für COPE II, in dessen Rahmen sie die Nachhaltigkeit der COPE-Strategie weiter bewerten und prüfen werden. Hierbei wird es insbesondere darum gehen, wie sie in zusätzlichen regionalen und krankheitsspezifischen Kontexten angewendet werden kann.