EMT TTT

Emergency Medical Teams Twinning, Training, Transfer von Wissen

Workshop-Teilnehmende mit dem Vorstand von Muhammadiyah nach der Pressekonferenz. Quelle: MDMC

Kontext

Emergency Medical Teams (EMTs) sind ein Schlüsselelement für den Notfalleinsatz bei nationalen oder internationalen Gesundheitskrisen wie Naturkatastrophen oder Krankheitsausbrüchen. Die Stärkung der EMT-Kapazitäten ist Teil der EMT-Initiative der WHO. Dafür müssen Länder im Ausbau nationaler EMT-Kapazitäten unterstützt werden und sich an Aktivitäten zur Notfallvorbereitung beteiligen, um die Reaktionsfähigkeit auf nationale und globale Gesundheitsbedrohungen zu verbessern. In der ersten GHPP-Phase wurden im Zuge des Projekts EMT-Twinning-Aktivitäten durchgeführt, an denen zwei deutsche klassifizierte EMTs und deren jeweilige Partner-EMTs in Georgien und Indonesien beteiligt waren. Aufbauend auf der Pilotphase des Projekts, soll in dieser zweiten Phase der Ansatz des EMT-Twinnings weiterverfolgt und die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden, um den EMT-Kapazitätsaufbau in Namibia, Uganda und Indonesien in Partnerschaft mit drei deutschen klassifizierten EMTs zu unterstützen. Das Projekt wird zudem, in Zusammenarbeit mit WHO AFRO und EURO, regionale Aktivitäten zur Krisenvorbereitung unterstützen. Dazu werden technische Trainings und EMT-Koordinierungstrainings durchgeführt, die sich am Ansatz der EMT-Koordinierungszellen (EMTCC) ausrichten. Da es bislang noch an einer konsolidierten Datenbank für das Monitoring und die Evaluation aller Arbeitsbereiche der EMT-Initiative fehlt, wird diese Projektphase die Einrichtung einer EMT-Wissens- und Informationsplattform (Knowledge and Information Management Emergency Plattform, KIMEP) unterstützen, indem es die erforderlichen Beratungsdienste bereitstellt.

Ziel

Stärkung der Entwicklung nationaler Emergency Medical Teams (EMTs) und schneller Krisenreaktionssysteme in den Partnerländern sowie Steigerung der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der EMT-Initiative.

In Zusammenarbeit mit

  • Ministry of Health and Social Services (MoHSS), Namibia
  • Ministry of Health (MoH), Uganda
  • Muhammadiyah Disaster Management Center (MDMC), Indonesien

Deutsche medizinische Notfallteams (Emergency Medical Teams, EMT):

  • Johanniter Auslandshilfe
  • International Search and Rescue Germany e. V. (I.S.A.R. Germany)
  • Malteser International

Weltgesundheitsorganisation:

  • World Health Organization (WHO) EMT Sekretariat, global
  • WHO-Regionalbüros für Europa, Afrika und Südostasien (WHO/Europe, WHO AFRO, WHO SEARO)

Thematische Schwerpunkte

  • Ausbruchsmanagement
  • Beschlüsse und internationale Vereinbarungen
  • Infektionsprävention und -kontrolle
  • Klinisches Management
  • Stärkung von Public Health Systemen

Fakten

Laufzeit

01.01.2023 - 31.12.2025

Budget

ca. 840.000 Euro

Partnerländer

  • Indonesien
  • Namibia
  • Uganda

Durchführendes Institut

Robert Koch-Institut

Kontakt

Dr. Florian Schwöbel, Roland Wilhelm, Souaad Chemali, Daniel Peter, Veronika Wolf
Robert Koch-Institut (RKI)
Nordufer 20, 13353 Berlin, Deutschland
E-Mail: schwoebelf@rki.de; emt.deu@rki.de

Aktivitäten

  • Training und Kompetenzentwicklung

    Entwicklung und Durchführung von technischen Trainings und EMT-Koordinierungstrainings in Zusammenarbeit mit dem WHO EMT Sekretariat.

  • Netzwerkarbeit und Kooperation

    Unterstützung bei der Entwicklung der EMT-Wissens- und Informationsplattform (Knowledge and Information Management Emergency Plattform, KIMEP).

  • Kapazitätsentwicklung

    Twinning-Aktivitäten zwischen drei klassifizierten deutschen EMTs und den jeweiligen Partner-EMTs in Indonesien, Uganda und Namibia, mit besonderem Schwerpunkt auf Infektionsprävention und -kontrolle (IPC) in der Region Afrika.